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Liveblog der siebenten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck25.09.2019
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Dies ist mein siebenter Liveblog einer Jugendanhörungsreihe "Jung sein in MV"  im Sozialausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Es ist die letzte Anhörung der Reihe, die sich inhaltlich einem Thema widmet. Heute geht es um Kinderarmut und Chancengleichheit in MV. Im Dezember, wie auch schon im Dezember letzten Jahres, geht es dann um die Auswertung aus Sicht des Ausschusses, der beteiligten Fraktionen im Landtag, und der jugendlichen Delegierten.

12:17 Uhr
Torsten Koplin schließt die Fragerunde und die Anhörung.


12:06 Uhr
Friedrich Gottschewski, jugendlicher Delegierter: Grundsicherung für Kinder, wie geht das, gibts was anderes noch?

Heinz Hilgers: Kommunen können Individualförderung durch Anbieterförderung erstzen. Quoten der erreichten Kinder sind besser. Gutscheine z. B. Direkte Förderung der Anbieter vermindert Diskriminierung.

Kindergrundsicherungwird sehr beführwortet, aber erstmal auch teurer, da ohne Dunkelziffer, gemindert durch Entbürokratisierung. Kinderchancengeld möglich.

Peggy Lehm: Kindergrundsicherung kann Familienlastenausgleichskonzept ablösen.


12:04 Uhr
Nick Wamhoff: Subjektives Armutsgefühl meint Kälte innerhalb der Familie?

Dr. Gelke: Nein. Es gibt materielle und empfundene (relative) Armut.


11:58 Uhr
Paul Timm, jugendlicher Delegierter: Schuluniformen, Modellprojekt?

Andre Knabe: Nicht sinnvoll. Kulturell nicht verankert. Schwer vermittelbare Gleichkleidung. Ungeleichheiten auf Schulebenen verlegt. Besitz an Endgeräten bleibt unterschiedlich. Ungleichheiten bekämpft man nicht durch Gleichmacherei.

Heinz Hilgers: Sollte von Schulversammlungen beschlossen werden, nicht von Parlamenten. Beteiligung von Kindern dringend erforderlich. Identitätsstiftende Schulkleidung nicht ohne Beteiligung.

Prof. Walper: Soziale Unterschiede bleiben auch mit Schuluniformen. Identifikation mit Schule geht auch anders, sollte aber sein.

Bernd Rosenheinrich: Soziale Unterschiede bleiben auch mit Schuluniformen.


11:41 Uhr
Jacqueleine Bernhardt, Abgeordnete: Kinder- und Jugendarmut werden in Zahlen in MV nicht abgebildet. Kinder und Jugendbericht wurde abgeschafft in MV. Wie sieht unabhängige Sozialberichterstattung aus? Abbau der Kinder- und Jugendarbeit: was wäre notwendig?

Andre Knabe: Berichterstattung im Dialog mit der Politik entwickeln. Daten sichten, Prognos 2009, keine Handlung nach den Ergebnissen erkennbar bei der Landesregierung. Systematisch vorgehen, politisch agieren, kontinuierlich fortschreiben.

Peggy Lehm: Studie 2016 der AWO enthält Vorschläge für das Berichtswesen. Werden vorgetragen.

Prof. Walper: Zuerst Vorhandenes zusammentragen. Dann an bundesweiten Erhebungen andocken.

Matthias Köppen: Anstieg im Jugendhilfebereich zeigt Problematik der Verlagerung auf Gesellschaft. Prävention, Elternberatung.

Dr. Gelke: Verstetigung der Förderungen. Institutionalisierung. Bundesmittel werden nicht dynamisiert sondern rückläufig verteilt.


11:32 Uhr

Lena Simonsek, jugendliche Delegierte: Jugendarmut als Thema gegen Kinderarmut unterbetrachtet. Präventionsketten gemeinsam von Land und Kommunen denkbar?

Prof. Walper: Kinderarmut ist früher, also wichtiger zu begegnen. Jetzt Jugendarmut auch im Fokus wegen Startchancen in den Beruf. BaFöG reicht nicht aus in diesem Bereich, Darlehen brauchen kulturelle Rahmung. Berufsberatung muss mehr auf heutige Berufe abheben. Elternkompetenzen müssen gestärkt werden. Präventiosketten

Heinz Hilgers: Kinderarmut ist nach zwanzig Jahren ALGII in die Jugendarmut gestiegen, Armut steigt damit generell. Rentenansprüche müssen erworben werden. Jugendarmut ist Gefahr für die Demokratie, Teilhabe findet dort nicht statt.

Dr. Gelke: Präventionsketten sind geteilt getragen. Mehr von Land und Kommunen.


11:23 Uhr
Christel Weißig, Abgeordnete: Es ist eine Katastrophe in Rostock mit den Jugendlichen. Haben keine Gemeinschaft, sind auf der Straße, brauchen Streetworker - soziale Wärme würde reichen.

Prof. Walper: Ökonomischer Druck ist risikoreich für Aufmerksamkeit der Eltern Kindern gegenüber. Dazu wird also auch Geld gebraucht. Umgebende Struktur ist auch erudiert. Vereine, Angebote, Jugendarbeit... Jugendliche sind darauf angewiesen, selber etwas zu erfinden. Vereinsmitgliedschaft kostet auch Geld.

Hilgers: Jemand muss bedingungslos zu einem Kind stehen, sonst ist Entwicklung beeinträchtigt. Resilliencefaktor, sonst ist Kinderarmut toxisch. Ausgrenzung wirkt nachhaltig.

Andre Knabe: Fehlende Wärme in den Familien existiert schon, aber warum und wie ist das zu ändern? Es gibt Eltern, die das nicht leisten können. Jugendliche brauchen diverse Orte sich zu entfalten und Vertrauenspersonen. Sie müssen dabei strukturell beteigt werden.


11:20 Uhr
Peggy Lehm: in MV genug Kinderärzte, aber regional ungleich verteilt, Bündelung in den größeren Städten.


11:16 Uhr
Heinz Hilgers: Alle Kinder haben Anspruch auf bestmögliche Gesundheitsführsorge. Projekte, die z. B. mobil darauf reagieren können, fehlen. Geht auch im ländlichen Raum. Befunde der Einschulungsuntersuchungen sehr unterschiedlich bei Sprache, Koordinationsstörungen, Adipositas, ... Startbedingungen für alle Kinder verbessern.


11:12 Uhr

Leon Thadewald, jugendlicher Delegierter: Absolute Kinder- und Jugendarmut in MV? SGBII zwingt zum Umzug und Segregation?

Andre Knabe: Kein Erhebung in MV zu absoluter Armut (Wohnungslosigkeit ...) Eher urbanes Problem.

Peggy Lehm: Absoute Armut gibt es keine Zahlen für Kinder und Jugendliche.

Matthias Köppen: Zonen in Arbeitsverwaltung für Mietniveau etc. Glaubt nicht, dass Menschen umziehen müssen wegen Mietförderung.


10:59 Uhr
Franziska Sip, jugendliche Delegierte: Wieviel Geld geben Eltern für Lernmittel für Kinder aus. iPads für alle anzuschaffen? Gibt es im Gesundheitssystem armutsbedingte Diskriminierung?

Andre Knabe: Je geringer das Einkommen, desto höher der Anteil prozentual, desto genauer anzuwägen, was und wie man an Lernmittel anschafft. Trotzdem versuchen Familien alles, um es zu gewährleisten und sparen bei Eltern.

Heinz Hilgers: oberste 20 % zahlen 2400, mittlere Einkommen 1000, niedrige 400 Euro bei Schulartenwechsel sonst 200 bis 300 zeigt Untersuchung in SH. ALGII-Regelsätze zu gering berechnet, nicht nur für Bildung (nennt konkrete Beispiele).


10:57 Uhr
Sebastian Ehlers: WelchenBeitrag leisten die Landkreise zur Verbesserung des ÖPNV.

Matthias Köppen, Landkreistag: Bedarfsorientierter ÖPNV soll im Ein- bis ZweiStundentakt flächendeckend ausgebaut werden. Landesweit 5 Mio Euro werden dazu gebraucht. Land soll finanzieren.


10:50 Uhr
Mona-Mor Ebel, jugendliche Delegierte: Wie kann man Förderungen transparenter und effizienter gestalten. Schule und Kita dazu nutzen? Wie wirkt sich Armut auf das Leben der Kinder aus?

Prof. Walper: Vereinfachungen von Leistungen, Vermittler, Scharnierstellen sind notwendig. Einrichtungen wo Kinder sind sind gute Orte der Beratung und Multiplikation. Dschungel von Leistungen könnte auch durchs Internet besser durchforstbar werden.

Andre Knabe: Umgekehrte Priviligierung, was machen Eltern, wie fördern und erziehen sie, was erleben Kinder in Familien ist Bildung. In Schule: welches Bild vom Menschen, vom Kind, was wird erfahren, wie wird Wirksamkeit gelernt ist Bildung. Räume zum Ausprobieren erforderlich: Jugendarbeit ist Teilhabe.


10:37 Uhr
Prof. Weber, Abgeordneter: Wie soll Grundsicherung für Kinder funktionieren? Willkommenskultur muss für alle Kinder eingeführt werden, besondere für Migrantenkinder ungeeignet.

Heinz Hilgers: Hat den Begriff Kindergrundsicherung mit geprägt. 3 Mio Kinder bekommen in D Hilfeleistungen, um das Existenzminimum sichern. Weitere leben darunter und beantragen nicht. Es gibt Menschen, die arm sind, weil sie Kinder haben. Mit drei Kindern bräuchte man 18 Euro Mindestlohn. Unrealisitsch auf dem Arbeitsmarkt. Erwerbstätige ohne eigenen ökonomischen Vorteil. Der Staat schafft es nicht, dass die Gelder bei den anspruchsberechtigten Kindern ankommen, die Familien schon. Denunzierungen der Familien sind zu unterlassen. Drei Kinder zu erziehen und dabei unter dem Existenzminimum zuarbeiten, dann noch bürokratisch verwaltet überwacht zu werden, ist unwürdig. Eine Kindergrundsicherung durch Familienausgleich würde das ändern. Wird jedes Kind erreicht, fallen Bürokratiekosten weg. Die ankommende Förderung ist dann nicht teurer im Langzeitvergleich, da früh geholfen wird.


10:35 Uhr
15 Pause sind zu Ende. Der Vorsitzende des Sozialausschusses, Torsten Koplin, eröffnet die Befragung der Experten.


10:08 Uhr
Bernd Rosenheinrich, Landesseniorenbeirat: UNO-Kinderrechtskonvention gilt 30 Jahre, in Deutschland wenig umgesetzt. 17 Entwicklungsziele der UN, 3 davon treffen auf Kinderarmut und Chancengleichheit zu. Greta Thunberg weist darauf hin, dass die Kinder und Jugendlichen jetzt selbst aktiv werden bei den dringensten Zukunftsproblemen. Unabhängige Sozialberichtserstattung in MV notwendig. Landesregierung hat keine Erkenntnisse erfolgreicher Politik anderer Bundesländer gegen Kinderarmut. Beleg genannt. BuT u. a. verfestigen eher die Armut durch Ausdehnung auf alle. Steuerliche Vergünstigungen treffen in der Regel Besserverdienende. Forderungen von Altenparlament und Jugend im Landtag liegen vor. Reden wir mit den Betreffenden (Kindern und Jugendlichen)


09:57 Uhr
Dr. Judith Gelke, Landkreistag MV: Besonders anfälliges Bundesland für Kinderarmut und ihre Bedingungen. Steuerlich und finanziell müssen Risikogruppen und Betroffene entlastet werden. Hier muss Bundespoltik und Landespolitik ansetzen: Gesundheitsförderung und -prävention in schulischen Zusammenhängen. Zugang zu außerschulischen Bildung auch wirtschaftliche Frage. Förderung unübersichtlich, bürokratische Hürden. Ländlicher Raum mobil abgehängt. Reale und empfundene Ausgrenzung kann gegengesteuert werden durch Selbstwirksamkeits- und Unterstützungserfahrungen. Erfolgreiche schulische Laufbahn schützt vor Armut. Landesregierung kann: Anreize schaffen für Lehrkräfte in den ländlichen Raum zu gehen, Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessern, Qualitätsverbessrung, Ausbau des ÖPNV, Jugend- und Schulsozialarbeiter aus prekären Arbeitsverhältnissen befreien, Förderung von Wohnungsbau, Vorkaufsrechte von Flächen durch Kommunen, Migration besser ausstatten. Schuluniformen als Modellprojekt.


09:37 Uhr
Peggy Lehmann, AWO Landesverband: definiert die Begriffe des Themas. Kinderarmut ist nicht ausschließlich materiell und auch so nicht zu lösen. SGBVIII Exclusion beenden, muss für alle Kinder gelten. Kinderrechte müssen eingehalten werden. Schule und KITA müssen Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche erfüllen. Grundsicherung für Kinder und Jugendliche. Einlassungen zum SGBVIII und seine Umsetzung in mehreren §§. Standards setzen die Länder. Gleichwertige Lebensverhältnisse sind vermutlich nicht gegeben: Kita-Fachkräfte, Anzahl und Ausbildung. Hohe Arbeitsbelastung der Fachkräfte, mind. 83 % weiblich. Kindergrundsicherung: etwa ein Fünftel bis ein Viertel der Kinder leben in Kinderarmut, Mobilitätszugang fehlt ihnen. Berichterstattung erforderlich, Fachärzte, Gesundheitsberatung und Therapie, Inklusion ermöglichen. Mobile Formen der Frühförderung flächendeckend erforderlich. Freier Zugang zur Kita wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit. Schutz und Förderung erforderlich. Kinderrechtskonvention ist verpflichtend anerkannt worden.


09:30 Uhr
Ines Jammer-Lühr, Landesarmutskonferenz: Kinder und Jugendarbeit fehlt, Landesarmutsbericht ist erforderlich und muss öffentlich diskutiert werden. Finanzielle Spielräume im Land müssen zur Bekämpfung der Armut genutzt werden, unabhängig von Zuständigkeiten. (Red. Hinweis: Rundumschlag vom Blatt kann hier nicht wiedergegeben werden. Wir verlinken das Statement sobald es vorliegt.)


09:22 Uhr
Andre Knabe, Uni Rostock: 13,5 % Einkommensarmut in MV. Jahrgang 2017 8,9 % der Schüler*innen ohne Abschluss. Armut von Kindern ist immer Armut von Familien. Eltern sind auf Arbeitsmarkt nicht so flexibel. Familien und Alleinerziehenden brauchen familienfreundliche Strukturen haushaltsnah. Selbstwirksamkeitserfahrungen für Kinder dringend erforderlich, um nicht Armut zu erben. Kontinuierliche Sozialberichtserstattung ist unabdingbar. Armutsberichterstattung auch kontinuierlich, auch unter die Landkreisebene. Brennpunktschulen bei Investitionen und Gesundheitsmaßnahmen radikal bevorzugen. Stabilisierung arbeitsloser Eltern. Perspektiven erweitern und fördern, Schul- und Jugendsozialarbeit. Jugendliche wissen selbst was sie brauchen, brauchen Unterstützung, das auch zu bekommen.


09:11 Uhr
Prof. Dr. Sabine Walper (DJI): Land kann was tun. Armut hat Einfluss auf Bildungschancen und Teilhabe. Auch im Gesundheitsbereich wird Armut vererbt, Kinder werden benachteiligt. Verfestigte Armutslagen sind schwerer zu ändern. Räumliche Konzentration von Armut, wenig Anregung durch Diversität, schlechteres Familienklima, weniger Zuwendung. Risikofaktoren: geringe Bildungsressourcen, gering vergütete Erwerbsverhältnisse... Konzert: SGBII und VIII "verheiraten". Migrationshintergrund ist Risiofaktor für Armut. Familienstrukturen, in MV 27 % Alleinerziehende, Zahlungsmoral der Unterhaltsleistenden. Lösungen: 1. Verbesserung der finanziellen Situation von Familien,  Finanzielle Leistungen an den Bedarfen festmachen, 2. "Teufelskreise" aufbrechen, was können wir tun, Bildungschancen: KITA, Schule, ... Familien unterstützen, frühe Hilfen aber auch spätere entlang der Präventionsketten. Gesundheitsfachkräfte auch an Schulen.


09:03 Uhr
Heinz Hilgers, Deutscher Kinderschutzbund (Experte der Anhörung): Das Land kann wenig dazu beitragen, die Kinderarmut von heute zu beseitigen, das geht nur über den Bund. Allerdings Chancengleichheit kann das Land einführen und gewährleisten. Keine Gleichmacherei, sondern Förderung und Bildung für alle. Es gibt Ungerechtigkeiten in der Infrastruktur und beim Fachpersonal bei Segregation nach Einkommen. Präventionsketten sind erforderlich. Gesundheitssystem, Bildungssystem und öffentliche und freie Jugendhilfe müssen vernetzt arbeiten. Frühe Hilfen sind billiger, über Ganztagssysteme hinaus braucht es Partnerschaften mit den Eltern.


09:00 Uhr
Der Vorsitzende des Sozialausschusses eröffnet die Jugendanhörung und begrüßt die Teilnehmenden und Gäste. Im Anschluss gibt es einen informellen Teil.

Liveblog der sechsten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck12.06.2019
Logo, Schloss bunt stilisiert mit Schrift

11:53 Uhr
Sitzung geschlossen.


11:51 Uhr
Maika Friemann-Jennert, Abgeordnete: Expertengespräche Beteiligungsnetzwerks-Konzept gehören in den Sozialausschuss. Konzept des Landesjugendrings sollte Ausschussdrucksache werden, da es Landesinteressen berührt. Der Landesjugendring stellt das Konzept bereit.


11:47 Uhr
Nachfragen des Vorsitzenden Torsten Koplin an Wengert und Rusche werden beantwortet und sind in den schriftlichen Stellungnahmen genannt.


11:33 Uhr
Torben Knaak, Jugendlicher Vertreter: Schulfach Engagement, wie? Gebundene Ganztagsschule behindert Engagement?

Antwort Stange: Schulfach Engagement gibt es vereinzelt, vorrangig Privatschulen. Ernstnehmen von Schüler*innen.

Rusche: Bildungsbegriff? Wie können Jugendliche Schule mitgestalten? Schulpolitik ist Familienpolitik.

Antwort Ehlers, Abgeordneter: Apell: Kooperationen sind in den Schulen notwendig, die Engagement ermöglichen.

Antwort Herzog: DRK-Schule-Projekt: Auftrag der Schule ist Öffnung ins Umfeld. Finanzierung undurchsichtig und schwierig, Kapitalisierung von Lehrerstunden ungleich an verschiedenen Standorten. Kleinere Verbände haben nicht die Ressourcen, größere schon. Profilierung von Schule oder von Lehrern vs. Jugendarbeit in der Schule.

Antwort Holze: Augenhöhe eingefordert. Rahmenbedingungen stimmen oft finanziell nicht. Lernfeld Engagement einführen.

Stange: Schule zuständig für Persönlichkeitsbildung? Ja: nonformale Bildung ermöglichen! Jugendverbände wichtig dazu.


11:29 Uhr
Franziska Sipp, jugendliche Vertreterin: Wo finden wir später die Ergebnisse dieser Anhörungsreihe? Stellenwert junges Engagement für Gesllschaft und Demokratie?

Antwort Koplin: Alle Fraktionen wollen die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen positiv verändern.

Köpp: Jugend mitdenken in den Kommunen muss noch mehr passieren.

Glaser: Jugend ist unsere Zukunft auch im ehrenamtlichen Engagement.

Holze: 12.500 Vereine stehen für Demokratie in MV.

Wengert: Engagement lernt man als junger Mensch und bleibt dabei.


11:26 Uhr
Nick Wamhoff, jugendlicher Vertreter: Flexibilität des Engagements durch bürokratische Anforderungen gefährdet?

Antwort Holze: Ja, behindert wird die Flexibilität des Engagements schon. Da muss was getan werden.

Antwort Wengert: Jugendcheck wäre ein Bereich, dass zu berücksichtigen.


11:20 Uhr
Paul Timm, jugendlicher Vertreter: Wehrpflicht nur für Männer: waren das nicht Erprobungsräume für junge Menschen? Hilfe ist rar und nöztig auch im sozialen und Umwel-Bereich. Wehrdienst wiederbeleben?

Holze: Keine Antwort zum Wehrdienst: Freiwilligendienste sollten kein Pflicht sein, freiwillig. Land muss das ermöglichen nach Nachfrage (FSJ in allen Bereichen).

Kadow: Timm hat Recht. Wehrpflicht/Wehrersatzdienst wieder einführen. Für Männer und Frauen.


11:14 Uhr
Lena Simonsek, Jugendliche Vertreterin: Sind Zertifikate möglich und wie kommt man da hin?

Antwort Wengert: Vorsicht, zweischneidig: Juleica guter Nachweis, Qualipass war gut, aber nonformal ist nonformal und sollte nicht formalisiert bewertet werden müssen.

Antwort Rusche: Sichtbarmachung auch europäisches Thema. Kompetenzerwerbung sollte sichbarer werden.


11:05 Uhr:
Friedrich Gottschewski, Jugendlicher Vertreter: Wie Partizipation in die Kommunalverfassung in MV? Stadtentwicklung: Gibt es gute Beispiele in MV? Ehrenamtskarten für junge Menschen kürzer?

Antwort Koplin: Ehrenamtskarte ist im parlamentarischen Verfahren.

Antwort Glaser: Kommunalverfassung in MV muss gar nicht geändert werden. Wir gehören zum Rest, damit kann ich leben. Geht in den Satzungen, hilft gern dabei. Planung mit Kindern und Jugendlichen ist sinnvoll. Jugendliche Schlechterstellung ist nicht geplant bei Ehrenamtskarte. Juleica sehr sinnvoll dafür einzusetzen.

Antwort Köpp: Lange Dauer 3-5 Jahre ohne Altersunterscheidung beführwortet.

Stange: Spielleitplanung als Partizipation funktioniert. Gesetzesphobie ist unbegründet.


11:00 Uhr
Nadine Julitz, Abgeordnete: Ehrenamt in der FF, es brennt, was als Schüler tun? Können Schüler*innen selbst entscheiden?

Antwort Rusche: Ja, nacharbeiten ist doch auch möglich. Schulalltag ist verdichtet worden, Antworten beziehen sich aber oft auf persönliche Erfahrungen von früher.


10:54 Uhr
Wengert: Das Lernen sollte in den Mittelpunkt und nicht der Ort des Lernens!

Herzog: Handlungskompetente Menschen sollen auch durch Schule gebildet werden, eine Einschränkung auf allein Fachkompetenz ist falsch. Schulgesetz sollte ehrenamtliches Engagement ermöglichen!


10:46 Uhr
Kadow: Nein, nach der Schule ist Engagement besser!

Köpp: Zwölf Tage Ehrenamtsfreistellung von Schule sind gut definierbar. Ehrenamt kann man rechtlich sehr wohl bei Uni-Zugang berücksichtigen.

Holze: Partizipation an Strukturen mit Verbands-/Vorstandsarbeit und Gremienarbeit muss möglich sein, auch für junge Menschen.

Stange: Evident, dass Freistellung eben nicht schadet. Leistung in Schule und Uni wird besser. Gute Lehrer werden die, die Jugendarbeit erlebt haben, in Verbänden waren. Stange wäre mit schulischer Leistung selber nicht an Uni angenommen worden, ehr durch sein Engagement.


10:43 Uhr
Prof. Weber, Abgeordneter: Schule kann Ehrenamt unterstützen, aber Schulpflicht besteht. Wie sieht es darüber hinaus aus? Zwölf Tage im Jahr und wie nachweisen? Freizeit und Opfer sind imminent im Ehrenamt. Einseitige Berücksichtigung von Ehrenamt bei Studienzulassung geht an anderen Bildungsständen vorbei. FSJ kann man berücksichtigen.


10:36 Uhr
Juliane Eichhorn: Freiräume/-flächen für Jugendliche wie erhalten? Verdrängung von Jugendlichen z. B. aus Innenstädten.

Antwort Rusche: Flächen für jugendliche Nutzung, im Gegensatz zu Spielplätzen sind nicht vorgesehen vorzuhalten. Das könnte man ändern. Kreativer Umgang mit vorhandenen Flächen sollte möglich werden.

Stange: Bewegungsfähigkeit bei Schuleingang it evident abhängig von Freiflchen in Straßenzügen.

Rusche: Kommerzielle Nutzung hat sehr oft Vorrang vor einfachem Aufhalten im öffentlichen Raum. Kauft was oder geht weg! Das muss die Kommune ändern.


10:32 Uhr
Stange widerspricht Glaser: Neun Bundesländer haben Gesetze zur Beteiligung, das ist die Mehrheit und hat sicher Gründe. MV gehört zum Rest. Es gibt gute Erfahrungen in den Ländern die das machen. Wer nicht will, kann auch nicht erfolgreich fortgebildet werden.


10:27 Uhr
Nachfrage Bernhardt: Verpflichtende Beteiligungsangebote/-fortbildungen nötig?

Antwort Glaser: Demotiviert ehrenamtliche Bürgermeister.

Antwort Rusche: Bindung an die Heimatgemeinde lässt sich evident steigern durch Selbstwirksamkeitserfahrungen durch Beteiligung.


10:24 Uhr
Glaser: Fortbildung wird angeboten, aber muss auch angenommen werden von ehrenamtlich Tätigen in den Kommunen. Jede niederschwellige Methode zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist erlaubt und sollte genutzt werden.

Holze: Spitzenverbände der Gebietskörperschaften sind in der Pflicht. Ehrenamtsstiftung eher nicht. Landesjugendring sollte einbezogen werden. Landeseben sollte nachziehen.


10:21 Uhr
Jacqueline Bernhardt, Abgeordnete: Landesverfassung Artikel 14, Kinder- und Jugendförderung muss auch durchgesetzt werden, Schulung von Bürgermeistern notwendig? Freiräume müssen Kinder und Jugendliche einfordern dürfen. LJRMV hat Konzept eines Beteiligungnetzwerks vorgelegt. Wie kann das von den Kommunen befördert werden.


10:20 Uhr
Thomas de Jesus Fernandez, Abgeordneter: Wer etwas will findet Wege. Jugendliche sind gar nicht explizit ausgeklammert.


10:18 Uhr
Köpp: Digitalisierungsagenda des Landes ist zu kurz bei Beteligungsstrategien der Verwaltungen. Das muss in den Kommunen passieren.


10:16 Uhr
Holze: Ohne die Haltung, junge Menschen beteiligen zu wollen, passiert das auch nicht. Das ist nicht moderne Politik.


10:13 Uhr
Stange: Forschung ist die Überprüfung der Vermutung. Studien bestätigen die Expertise von Kindern und Jugendlichen auch in der Stadtplanung. Kommunalverwaltung braucht die Kompetenz und Zusammenarbeit mit Strukturen der Jugendarbeit/Jugendverbandsarbeit. Allein kann sie nicht angemessen beteiligen, weil Methoden und Kenntnisse fehlen.


10:11 Uhr
Glaser: Kommunen gehen immer mehr ins Internet, Schaukästen werden von Jugendlichen ignoriert. Altmodisch ist nur eine Facette von vielen, die Kommune schon nutzen. Gesetzgeber soll bitte tätig werden.


10:08 Uhr
Nachfrage Ebel: Aber alte Methoden führen zu alten Ergebnissen. Wie geht das besser? Jugendliche werden so mißachtet.

Elisabeth Aßmann, Abgeordnete:  Frage an Glaser zu Strukturen der Veröffentlichung, der Sitzungen, an Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jugend vorbei.


10:05 Uhr
Matthias Köpp: da gibt es Möglichkeiten und man muss es nur tun. Glaser: Kann man machen, müssen Jugendliche halt nur tun, dann werden sie berücksichtigt. Gemeinden freuen sich darüber. Man braucht  keine Gesetze für Strukturen, das geht alles so.


10:01 Uhr
Mona-Mor Ebel, Jugendliche Vertreterin, zitiert Gesetze, die den Willen deutlich machen, dass Kinder und Jugendliche an allen sie btreffenden Belangen zu beteiligen sind. Wie kann man das Ermessen, z. B. Jugendliche bei Stadtgestaltung besser defineiren?


09:49 Uhr
Pause  von 10 Minuten


09:47 Uhr
Kurt Kadow, Tierschutzverein Nubrandenburg möchte kein großes Staement abgeben, sondern zuhören.  Freiwilliges Engagement kann jeder aus sich heraus begründen und muss auch durchhalten dabei. Das Gespräch darüber und dabei sei wichtig.


09:44 Uhr
Nils Rusche von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe in Berlin bedankt sich, schon zum zweiten Mal seine Expertise in die Anhörungsreihe einbringen zu können. Jugendliche erst nehmen geht nur mit Vertrauen, mit einer positven Haltung der Gesellschaft zu Jugend und ihren Themen. Jugendliche Bedürfnisse sind legitim und müssen mitberücksichtigt werden.


09:35 Uhr
Bürgerschafliches Engagement ist Thema der Arbeit von Jems Herzog, DRK Landesverband MV. Jungen Menschen so früh wie möglich die Möglichkeit ehrenamtlichen Engagements einzuräumen, ist gelebte Demokratie. Das ist gelernte und erlebte Teilhabe. Herzog verweist auf den offenen Brief des LJRMV an die Ministerpräsidentin: Landesjugendplan seit 1998 festgeschrieben kann nicht gut sein. Personale Komptenzen, Jugendsensibilität sind in den Strukturen des Ehrenamts notwendig. Die Zivilgesellschaft ist in der Pflicht, jungen Menschen selbstbestimmte Beteiligung ermöglichen. Große Vereine/Verbände haben vielleicht die Mittel dazu, kleinere nicht. Stadt-, Krei- und Landesjugendringe sind Beteiligungsstrukturen, die zu stärken sind. Schulen aller Ebenen sollen sich dem Umfeld gegenüber öffnen, Engagement als Lernleistung wahrnehmen und fördern. Ehrenamt ist Qualifikation. Ja, zu einem Check von Gesetzesvorhaben, ja zu einem Mitwirkungsgesetz.


09:31 Uhr
Matthias Köpp, Landkreistag MV sieht die kommunalen Strukturen in der Pflicht bei der Förderung von Ehrenamt. Die Kommunalverfassung in SH schreibt die Beteiligung von Jugendlichen unter 14 Jahren gesetzlich vor, das könnte MV auch! Freistellung ist wichtig: KJFG für unter 16-Jährige Freistellungsmöglichkeiten öffenen, auch im Schulgesetz sinnvoll. Einstellungen sollten immer Ehrenamt positiv anrechnen, auch bei Uni-Zulassung.


09:26 Uhr
Klaus-Michael Glaser, Städte- und Gemeindetag MV, zweifelt die Notwendigkeit der Förderung von zusätzlichen Strukturen des Ehrenamts an, glaubt aber an helfende Rahmenbedingungen. Jugendliche sollen sich selbst bei den Planungen einbringen. Es ist immer möglich von der Schule freigestellt zu werden, dazu braucht es keine Richtlinie sondern überzeugende, persönliche Argumente. Leistungsprinzip sollte immer im Fordergrund stehen, besonders an den Unis. Der der engagiert ist hat immer einen Vorteil, wenn seine Motivation stimmt. Engagement ist aber per se gut und notwendig, es verlängert die Lebensdauer. Das muss reichen.


09:19 Uhr
Jan Holze ist Geschäftsführer der Ehrenamtsstiftung und verweist zuerst auf den Heimatfaktor des Engagements: Ehrenamtliches Engagement hält im Land, macht zufriedener. Höhere Bildung führt zu mehr Ehrenamt. Das Freiwilligensurvey verweist auf den Faktor Spaß und Freude, besonders wichtig für junge Ehrenamtliche. Engagement hat sich gewandelt: junge Menschen wollen Flexibilität auch im Ehrenamt. Der Freiwilligendienst aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds muss auch nach dessen auslaufender Förderung weiterfinanziert werden in der Zukunft. FSJ, Ehrenamtskarte... Behindertenbeiräte, Seniorenbeiräte haben Strukturen, bei Jugendlichen fehlen diese teilweise oder scheinbeteiligen nur. Es gibt z. B. Bürgerhaushalte u. Ä. was da greifen könnte. Schulen sollten selbst erkennen, dass Engagement zu würdigen ist.


09:12 Uhr
Clara Wengert, Geschäftsführerin des DBJR, beginnt mit dem Thema Freiräume: Zeit die nicht von Schule verzweckt ist und zeitgleich auch Orte, die selbstbestimmt genutzt werden können von jungen Leuten. Mobilität und digitale Zugänge wie Breitband sind essentiell. Unterstützung ist wichtig: finanziell und auch ideell, z. B. durch hauptamtliche Ansprechpartner aber auch durch Anerkennung. Auch BAFöG kann dazu helfen, durch Zusatzsemester z. B. Augenhöhe der formalen und nonformalen Bildung ist nicht gegeben in Deutschland. Ehrenamtsfreistellung ist nicht auf dem gleichen Level wie Schule, Uni, Ausbildung möglich, könnte es aber sein. Partizipation soll für Jugendliche auf allen Ebenen gegeben sein. Strukturen werden neu aufgebaut, dafür werden bestehende unterfinanziert und verkümmern. Das ist nicht gut. Jugendarbeit, Jugendringe, vieles gibt es ja schon und muss besser finanziert sein.


9:05 Uhr
Prof. Dr. Waldemar Stange, Uni Lüneburg beginnt mit seinem Statement. Demokratische Prozesse müssen strukturell unterfüttert sein, um zu funktionieren. Das ist im Ehrenamt bei weitem nicht der Fall. Man brauche Rechte, Befähigung und eine freie Entscheidung für eine ehrenamtliche Beteiligung an der Gesellschaft. Bei Jugendlichen nicht anders als bei Erwachsenen. Wenn man Jugendliche z. B. in der Stadtplanung beteiligt, werden die Ergebnisse deutlich besser akzeptiert. Das ist durch Forschung nachgewiesen, es gibt professionelle Verfahren. Freistellung von der Schule ist ein Problem, Lehrer sagen oft: Toll dass du es machst, aber du fehlst dann im Unterricht. Gilt für Jugendverband oder anderes Engagement. Forschung: positiven Einfluss auf die Entwicklung und die Lernleistungen durch selbstgewähltes ehrenamtliches Engagement. Stange fordert nun ein Schulfach Engagement. Die Uni Lüneburg würdigt bei der Studienzulassung auch das ehrenamtliche Engagement.


09:00 Uhr
Der Vorsitzende eröffnet diesechste Anhörung in der Reihe "Jung sein in MV". Heute wird das Thema Ehrenamt beleuchtet und auch die Jugendlichen Vertreter*innen können dabei, wie die Abgeordneten, direkt Fragen an die eingeladenen Expert*innen richten. Und das werden sie auch tun, jedenfalls wenn es so weitergeht wie in den ersten Anhörungen. Das ist allerdings zu erwarten. Der Ausschussvorsitzende erklärt noch einmal das Vorgehen in der heutigen Anhörung.

Liveblog der fünften Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck27.03.2019
Logo, Schloss bunt stilisiert mit Schrift

09:00 Uhr
Der Vorsitzende, Torsten Koplin, eröffnet die Sitzung und begrüßt die Jugendlichen und alle. Es gibt eine kleine Einführung in die Anhöungsreihe. Im Juni wird der Zwischenbericht im Ausschuss weiter bearbeitet.

Die Landtagsabgeordnete Nadine Julitz hat ihre Tochter Karla mitgebracht, die gesondert begrüßt wird. 11:30 Uhr muss die Sitzung heute beendet sein, da Anschlusstermine anstehen.


09:09 Uhr
Stefan Lösel, Verkehrsplaner LUP: Rufbusprojekt im Landkreis LUP gestartet, die Fahrgastzahlen "gehen gefühlt durch die Decke". Rufnummer 115 soll die Fahrgastzahlen noch steigern. Männer und Frauen nutzen das System zu gleichen Teilen. Schülerfreizeitticket für 10 Euro im Abo. Alle Schüler haben Anspruch. Potential 20.000 Schüler*innen. Schneller und effizienter Verkehr ist die Aufgabe. Rahmen setzt aber Politik. Im Landkreis LUP zufriedenstellend. Landesseite muss Standards setzen im ganzen Land. Tarifverbund MV ist zu wünschen sowie eine gemeinsame Digitalisierungsstrategie zum abgestimmten Verkehr.


09:15 Uhr
Dr. Wilfried Kramer (VCD-Nordost e. V.): Ranking weit unten bei der Nutzung des ÖPNV in MV. In der Verkehrsplanung ist kein klarer politischer Wille zur Verkehrswende erkennbar. Nur Kleinstmaßnahmen. Man sehe keinen Handlungsbedarf und habe nur sehr unkonkrete politische Leitlinien. Machbar ist es in Baden-Würtemberg, Baiern, Sachsen... Das Land kann dort tätig werden und planen und Gesetze dazu beschließen. Es besteht erheblicher Nachholbedarf. Es geht um gute Angebote dem Bedarf entprechend, mit neuen Bedienformen und gutem Marketing für Schiene, Bus, Ride Sharing, OnDemand-Dienste. Es braucht ein landesweites Semesterticket in MV.


09:22 Uhr
Prof. Udo Onnen-Weber: Forum ländl. Entwicklung und Mobilität hat mit Jugendlichen gesprochen, Einige sind vier Stunden pro Tag unterwegs oder gebn bis zu 400 Euro für Mobilität aus, um zum Ausbildungsort zu kommen. Das Fortgehen aus MV verwundert so nicht. Gleichwertige Lebensverhältnisse im Land und in der Stadt verlangt räumlich und zeitliche Mobiltät nach Einzelfallbedarf. Landestarif ja, aber austariert, dass er für alle bezahlbar ist. Kreative Modelle, um die Ecke gedacht, sind notwendig. Try and Error müssen möglich sein. Scheitern muss möglich sein dürfen, dranbleiben ist wichtig. Bürgerschaftliches Engagement muss landesweit entwickelt werden im Bereich Mobilität. ÖPNV muss frei von Einlassungen der Kommunalpolitik sein, eigene Interessen hintenan gestellt werden. Bussystem ELLI bringt Mobilität als Ergänzung zu bestehenden Angeboten der Landkreise und funktioniert demokratisch und ehrenamtlich. Bedarfsgerecht. Morgens die Alten, nachmittags die Kinder und Jugendlichen usw.


09:30 Uhr
Torsten Gran (Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH, MVVG) : Größter Landkreis, sehr viel Wasser, geringe Einwohnerzahlen pro qkm (40-100), Konzentration in den Städten. Je geringer die Einwohnerzahl, desto höher der Motorisierungsgrad. Linienverkehr kaum möglich. Bürgerbus- und Rufbussysteme sind nichts neues, aber kostenintensiv oder ehrenamt-abhängig. Geht nicht in der Fläche. Es fehlt an ehrenamtlichen Engagement. Anschluss an VBB ist notwendig wegen der Raumbezüge und der Touristen. Ein Tarif, ein Anschluss bis nach Berlin. Echtzeitfahrplanauskunft wird gebraucht, aber nicht punktuell, sondern über alle Verkehrsträger. Datendrehscheibe muss vom Land vorgegeben werden. VBB machts vor. Man muss es nur nachmachen. Zukunft: Individualbeförderung durch autonem geführte Fahrzeuge im ländlichen Raum. Versuche müssen jetzt hier gemacht werden.


09:38 Uhr
Tim Birkholz ( Arbeitsgemeinschaft für fahrrad - und fußgängerfreundliche Kommunen in MV): Individelle Mobiltät, die nachhaltig ist für junge Menschen. Fahrrad wird als Verkehrsmittel von der Politik deutlich unterschätzt. Fahrad und Fußverkehr sozial und gerechtes, gesundes Verkehrsmittel. Radverkehrsanteil 14 % in MV, D gesamt 11 %. Das ist sehr wenig. Sichere Infrastruktur für Fahrradverkehr muss so gestaltet werden, dass 10-Jährige sicher unterwegs sein können. Danach müssen alle auf die Straße oder den Radweg, falls vorhanden. Bike und Ride: Verknüpfung muss sein.


09:44 Uhr
Bernd Rosenheinrich (Landesseniorenbeirat): Junge und Alte haben die gleichen Probleme mit dem ÖPNV. Enquete-Kommission hat Ergebnisse gebracht, allerdings sind wir heute keinen Schritt weiter. Es muss auch an einem einheitlichen System gearbeitet werden. Mobilitätspakt mit Landkreisen ist notwendig. Einheitliche Lösungen, einheitliches Tarifsystem, Bürger einbeziehen. Konnexitätsprinzip muss keine kreativiven Lösungen behindern. Landesregierung muss den Hut aufsetzen und innovative Lösungen suchen.


09:50 Uhr
Arp Fittschen (Städte und Gemeindetag MV): Landkreistag und  Städte und Gemeindetag MV haben sich schon geeinigt. Rückgrat funktionierender ÖPNV und gute Verbindung mit dem SPNV und den Verkehrsverbünden der angrenzenden Bundesländer. Verkehrsverbund MV mit einheitlichen Tarifsystem ist notwendig. Studie: wie geht es ist jetzt notwendig und noch in diesem Jahr umsetzbar. Kostenloses Schülerfreizeitticket, Azubis usw. nicht nur Verkehr zur Schule und zurück. Individualverkehr versagt zunehemend im Alter z. B. Land muss Dialog suchen.


09:56 Uhr
Matthias Köpp (Landkreistag MV): Jedes Dorf, jede kleine Stadt im Ein- bis Zweistundentakt an ÖPNV anbinden mit einem Tarif in MV. Wie kommen wir da hin: ÖPNV-Gesetz 10 Jahre nicht angefasst worden, aber Verkehrsbedingungen haben sich geändert. Aufgaben wurden übertragen, ohne Finanzen mitzugeben. Flächendeckendes Rufbussystem kostet in MV 5 Mio. Euro. Gute Beispiele VBB, HVV. Bahnportal einbinden, alle Tickets im Land dort kaufen können.


10:16 Uhr
Die Fragerunde beginnt nach einer kleinen Pause.
Jörg Heydorn (Abgeordneter): Was braucht man für das autonome Fahren auf dem land? Wie finanzieren? Mobilität kann nicht nur Landesaufgabe sein, ist Daseinsführsorge.

Torsten Gran: Autonome Systeme: Modellprojekt in Wredenhagen ist nicht zustande gekommen.
Udo Onnen-Weber: Gelder sind beantragt, nur teilweise geflossen. Zwischen Ludorf und Röbel kann mit gegenwärtiger Technologie kein Modellversuch starten. Wenigsten LTE erforderlich, gibt es dort nicht. Cameras der Hersteller brauchen Gebäude, Bäume gehen nicht.

Arp Fittschen: 150 Mio. Euro der Kommunen für die nächsten Jahre für Fahrzeuge möglich, nicht für den Einsatz genug.  Studie notwendig zu Kosten.
Nur Hamburg hat konkretes Angebot gemacht. VBB und Stettin/Polen stehen aus. Lübeck will den Hamburger Verkehrsverbund nicht auf eigenem Gebiet.
Matthias Köpp: Nicht alles soll das Land bezahlen, aber Landesaufgaben wie vernetzung mit Nachbarländern.


10:29 Uhr
Lena Simonsek (Jugendliche Delegierte): Jugendliche denken auch generationenübergreifend: Welche Ergebnisse Enquete-Kommission „Älter werden in MV“ sind für diese Anhörung von Belang und welche wurden umgesetzt?!

Bernd Rosenheinrich: Konzept für Anschlüsse und einheitliches Tarifsystem. Willen und Organisation fehlt. Daten müssen zentral bereit stehen. CD-ROm im Landtag vorhanden, auch 5 ausgedruckte Exemplare.

Torsten Gran: Datendrehscheibe muss beim Land sein.


10:33 Uhr
Maika Friemann-Jennert (Abgeordnete): Was sind Mindeststandards für den ÖPNV? Wie weiter mit dem Tarifsystem?

Stefan Lösel: Zweistundentakt von morgens bis abends steht im Landkreis LUP. Im Gesetz steht gleichwertigkeit zum Individualverkehr. Steht nicht. Tarifsystem: Verkehrsverbund wird gebraucht, aber ist bisher nicht gewollt, wegen anderer Modelle, die aber heute obsolet sind.


10:37 Uhr
Friede Gottschewski (Jugendliche Delegierte): Azubi-Ticket Hamburg 1 Euro pro Tag. Wie geht es in MV? Was wäre ein faires Tarifmodell? Kann so etwas wie BerlKönig in Berlin auch im ländlichen Raum in MV umgesetzt werden?

Wilfried Kramer: In Berlin stehen große Firmen und dichte Besiedlung hinter BerlKönig. Finanzierung im ländlichen Raum für diesen Versuch wären notwendig. Azubi-Ticket ist sozialpolitische Maßnahme, verändert die Verhrssysteme aber nicht. Ist nicht gegenzurechnen.


10:43 Uhr
Die dritte Jugendgruppe wird begrüßt im Zuschauerbereich.

Matthias Köpp: Flächendeckendes Rufbussystem und dann Schülertickets kostenfrei oder verbilligt.

Arp Fittschen: Kostenfrei. Möglichst viele Nutzergruppen.

Udo Onnen-Weber: BerlKönig, Ride Sharing, Ride Selling, Ride Haling: alles nebeneinander ausprobieren, dann sehen, was funktioniert am Besten!

Torsten Gran: Kostenfrei Schülerbeförderung zur Schule und zurück für alle Schüler*innen. 5 % mehr Fahrgäste, aber neue Verkehrswünsche entstehen und sind teuer. Toruristen, "gefühlte kostenfreie Beförderung", Fahrgaststeigerung 100 %. Wirtschaftsfördernde Effekte mit berücksichigen!


10:52 Uhr
Prof. Dr. Ralf Weber (Abgeordneter): 1 Mio nur auf Metropolregion bezogen? VBB-Anbindung wird welche Kosten erfordern? Semesterticket zu teuer?

Arp Fittschen: 1. Ja, 2. Weiß man nicht, etwa 2 Mio?

Wilfried Kramer: 3. Kostenfreie fahrt durch Kommunen und Land. Umlageverfahren für alle Studierenden: Solidarticket. Mindereinnahmen kalkulieren.


10:58 Uhr
Katharina Baganz (Jugendliche Delegierte): 1. Disco-Taxi, Fifty-Fifty-Ticket sind gut. Wie kommen Jugendliche am Wochenende und abends zu ihrer Freizeitaktivität ? 2. Was kann das Land MV tun, um Radfahren sicherer zu machen und mehr Radverkehr zu fördern?

Stefan Lösel: Rufbus Hagenow im 24-Stunden-Takt. Aber Nachtzug-Angebot fehlt. Letzte meile ja, aber SPNV macht ja nicht mit.

Arp Fittschen: Es gibt Orte im Land wohin man nicht kommt. Das geht so nicht. Es muss zu allen Tageszeiten möglich sein.

Tim Birkholz: War auch jugendlich. Radnetz MV ist notwendig. 7 Ziele sind formuliert.


11:09 Uhr
Jacqueline Bernhardt (Abgeordnete): Jugendliche im ländlichen Raum haben Schwirigkeiten in den nächsten Ort zu nkommen, um sich zu beteiligen: wie verzahnen wir alle Verkehrsmittel? Reicht ein Zwei-Stunden-Takt?

Matthias Köpp: Rufbusse muss man auch anmelden: Zwei Stunden vorher.

Wilfried Kramer: Rügen: Busse fahren nicht dahin, wo die Menschen sind. Verkehrspoltisches Problem im Land. ZZielsetzung und Abrechnung.

Torsten Gran: Es gibt keine Standards in MV. Jeder Landkreis hat eine andere Vorstellung. Es fehlt dann immer an der Finanzierung.

Matthias Köpp: Zwei-Stunden-Takt könnte Standard sein.


11:17 Uhr
Der Vorsitzende verlängert die Sitzung um 20 Minuten.

Paul Timm (jugendlicher Delegierter: Lehrlingsticket sinnvol und finanzierbar? Ist es geeignet junge Menschen in MV zu halten?

Arp Fittschen: Ja, sinnvoll. Ländlicher raum ist nur attraktiv, wenn er erreichbar ist.
Torsten Gran: Azubi- und Studenten-Tickets sinnvoll und finanzierbar vom Land.


11:22 Uhr
Clara Fries (Jugendliche Delegierte): Wie schätzen Sie die Barrierefreiheit auf Bahnhöfen und im ÖPNV und SPNV in MV ein?

Arp Fittschen: DB ist kein einfacher Verhandlungspartner. Neue Infrastruktur denkt das mit bei Investitionen.

Torsten Gran: 2500 Haltestellen, 100 barrierefrei. Prioritätenliste erforderlich.

Bernd Rosenheinrich: Funktionstüchtigkeit muss garantiert sein. Sonst ist Teilhabe nicht möglich.

Stefan Lösel: Flächendeckend im LK LUP eingerichtet. Haltestellen und Fahrzeuge müssen beide barrierefrei sein. Kommunikation für darauf angewiesene Bürger muss in Echtzeit erfolgen. Geht der Fahrstuhl am Zielbahnhof?


11:29 Uhr
Torben Knaak (): Wie finanziert man Rufbusse? Echtzeitdaten für alle? Wie bekommen wir das hin?

Stefan Lösel: Hochsubvebtioniert sowieso. Rufbusse haben die Chance, auch Kosten zu reduzieren, wenn sie gerade nicht genutzt werden. Eine App für alle muss das Land einführen und eine Digitalisierungsstrategie haben.


11:32 Uhr
Nick Wamhoff (jugendlicher Delegierter): Infrastruktur ÖPNV in Ordnung oder zu verbessern?

Torsten Gran: Haltestellen größtes Problem. Datendrehscheibe muss sein, damit löst sich einiges. Verantwortung des Landes.

Stefan Lösel: Digitale infrastruktur ist besprochen heute. E-Mobilität braucht Strategie der Förderung. Mauer in den Köpfen: Regionalfahrgäste müssen am Stadtrand umsteigen.


11:36 Uhr
Monamor Ebel (jugendliche Delegierte): Tarife erklären sich nicht logisch. Wie ändern? Schon beantwortet.

Rasmus Rutsch: WLAN in Bussen und Zügen: wann endlich?

Torsten Gran: Kostenfrage. Weiß man noch nicht. Netzanbindung muss auch da sein im Flächenland.

Wilfried Kramer: Man kann das als Land oder Kommune alles bestellen. Aufgabenträger sind gefordert.


11:45 Uhr
Der Vorsitzende beendet die Sitzung und bedankt sich bei den Expert*innen.

Ende

Liveblog der vierten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck05.12.2018

9:00
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin eröffnet und gibt Lesezeit, dann einigt sich der Ausschuss auf die Tagesordnung und spricht zur Konsensliste.


9:12
Katharina Baganz (jugendliche Delegierte) startet mit einem Statement, das Studium in MV attraktiver zu machen. Engagement muss möglich sein und auch als Leistung zählen. Eine Kultur der Unterstützung muss von den Hochschulen entwickelt werden. MV-Stipendium vom Land wäre gut, aus dem Landtag heraus. Annerkennung von Berufsabschlüssen und ehrenamtlichem Engagement.


9:17
Martina Tegtmeier (Abgeordnete) fragt nach, wo es gute Beispiele dazu gibt.


9:18
Maika Friemann-Jennert (Abgeordnete) fragt nach Beispielen für ein Landesstipendium.


9:19
Jacqueline Bernhardt (Abgeordnete) fragt, wie Frau Baganz es als Studentin möglich machen konnte, heute hier zu sein. Wo kann man ansetzen, um auf diesem Gebite zu unterstützen?


9:21
Tomas de Jesus Fernandes fragt nach Ungelichbehandlung, wenn es Freistellungen fürs Ehrenamt nur für bestimmte Gruppen von Jugendlichen gewährt wird.


9:23
Monamor Ebel (jugendliche Delegierte) fordert die Wahl mit 16 bei Landtagswahlen und begründet die Forderung mit Beispielen aus Deutschland und Europa. Die Gesellschaft habe die Jugend, die sie verdiene. Also kann sie etwas tun.


9:25
Torsten Koplin (Ausschussvorsitzender): Das steht nicht in der Konsensliste. Fraktionen werden gefragt, ob sie es jetzt ändern wollen. BMV- und AFD-Fraktion sind dazu nicht bereit. Auch die SPD- und die CDU-Fraktion wollen ihr Verhalten dazu nicht ändern.


9:28
Juliane Eichhorn (jugendliche Delegierte) fordert mehr politische Bildung in Schule und Ausbildung. Ganzheitliche Bildung von Anfang an erfordert auch qualifizierte politische Bildung als Querschnittsaufgabe in den Bildungseinrichtungen.


9:31
Martina Tegtmeier (Abgeordnete) unterstützt das.


9:32
Jens-Holger Schneider (Abgeordneter) spricht dagegen mit einem DDR-Beispiel.


9:33
Jacqueleine Bernhardt (Abgeordnete) spricht für die Forderung. Auch Elisabeth Assmann (Abgeordnete) spricht dafür,  parteineutrale politische Bildung für Demokratie von Anfang an zu instalieren. Das wären auch soziale Kompetenzen.


9:35
Tomas de Jesus-Fernandes (Abgeordneter) sagt, dass politische Bildung schon stattfände. Beteiligungsmöglichkeiten in der Gesellschaft gäbe es genug, man müsse sie auch nutzen wollen. Christel Weißig und andere positionieren sich.


Es folgen weitere Nachfragen und Antworten von Juliane Eichhorn. Es gibt eine Option, Klassenstufe 5 als Beginn politischer Bildung als Konsens zu vereinbaren.


9:41
Friedrich Gottschewski (jugendlicher Abgeordneter) fordert ein kostenloses Schüler- und Azubi-Ticket sowie eine Mindestausbildungsvergütung in Höhe von 80 % der durschnittlichen, und die Abschaffung von Schulgeld in der Ausbildung. Assistenzausbildung sollte immer auch zum Zugang zur dreijährigen Ausbildung berechtigen.


9:44
Maika Friemann-Jennert sieht keinen Konsens bei Mobilität für Schüler und Auszubildende, das sei kommunale Angelegenheit. Martina Tegtmeier stimmt ihrere Kollegin zu mit der Einschränkung erforderlicher Fahrten. Man stimme vielem anderen zu, sei auch sowieso schon auf dem Weg, sähe dennoch keinen Konsens. Alledings als Prüfauftrag schon. Tomas de Jesus Fernandes regt eine Anhörung gemeinsam mit dem Bildungsausschuss an.


9:54
Torben Knaak (jugendlicher Delegierter) fordert Regelungen zum Engagement von Schülern und Auszubildenden. Es muss mehr möglich sein, als im Schulgesetz geregelt sei. Es gäbe großes gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen, das allen etwas gäbe, besonders auch dem jungen Menschen.


9:57
Christel Weißig (Abgeordnete) lässt nur Engagement junger Menschen in der Feuerwehr gelten. Alles andere müsse warten. Marcel Meister (jugendlicher Delegierter) antwortet, Erwachsenen hätten mehr Gestaltungsspielraum in der Zeiteinteilung als Kinder und Jugendliche in Schule und Ausbildung.


9:59
Elisabeth Assmann (Abgeordnete) sagt Schulen würden die Regelungen die bestehen nicht optimal anwenden. Martina Tegtmeier fehlen konkrete Beispiele für Engagement Jugendlicher in der Schulzeit. Monamor Ebel weist noch einmal auf die Bildungswirkung des Ehrenamts hin.


10:03
Auf die Konsensliste kommt das Thema Ehrenamt in Schulen mit einem Prüfungsauftrag.


10:05
Marcel Meister (jugendlicher Delegierter) spricht zur Finanzierung von Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit in MV und nennt die 5,11 Euro im KJfG als zu gering. Jugendarbeit sollte Pflichtaufgabe der Kommunen und des Landes sein.


10:09
Jacqueline Bernhardt (Abgeordnete) fragt, ob es im SM eine Handreichung zur Pflichtigkeit von Kinder- und Jugendarbeit gäbe.


10:10
Die Förderung müsse einen Inflationsausgleich haben, fordert Christel Weißig (Abgeordnete).


10:13
Rasmus Rutsch (jugendlicher Delegierter) fordert mit konkreten Zahlen aus MV die digitale Mobilität in MV von Platz 15/16 nach Bundesländern schnell nach vorn zu holen: Breitbandausbau mit 50 MBit jetzt. Integration von Medien in den Unterricht und eine Aufnahme von Medienbildung in die Aus- und Weiterbildung von Lehrenden sind weitere Forderungen.


10:17
Mehrere Abgeordnete sprechen für einen Konsens zu diesem Thema und so kommt es auf die abzustimmende Konsensliste des Auschusses zu dieser Anhörungsreihe "Jung sein in MV".


10:20
Lena Simonsek (jugendliche Delgierte) fordert einen Jugendcheck bei Gesetzesvorhaben, mit einem abgestimmten Katalog an Prüfkriterien und einer unabhängigen Prüfstelle.

Dazu gibt es Nachfragen und Diskussionen. Es ist wohl eher eine Frage des Wie als des Ob bei der Einführung eines Jugendchecks, zum Beispiel im Hinblichk auf das Landesseniorenmitwirkungsgesetzes, aber es gibt auch grundsätzlichen Widerspruch zwischen den Abgeordneten.


10:40
Paul Timm (jugendlicher Delegierter) fordert einen kostenfreien Nahverkehr für Kinder und Jugendliche und Auszubildende, auszudehnen auf die Zentren Hamburg und Berlin. 


Auch dazu gibt es Nachfragen, Diskussionen und einen Erweiterungsantrag auf alle Menschen in MV.


10:47
Nick Wamhoff (jugendlicher Delegierter) fordert MINT-Förderung vom Land, den Unis und den Schulen.


10:57
Die Konsensliste hat nun 15 Punkte und wird verlesen und mit den Hinweisen dieser Anhörung dazu versehen. Die Liste wird nun Ausschussdrucksache und Vorlage für den Sozialausschuss im Januar.


11:04
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin fasst den Ablauf der Jugendanhörungen noch einmal kurz zusammen. Und schließt die Anhörung.


Liveblog der dritten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck26.09.2018

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Logo der Anhörung vom LJRMV

Die Stellungnahmen

09:00 Uhr
Erste Landtagsabgeordnete haben ihren Platz eingenommen.

09:20 Uhr
Die Expert*innen, die jugendlichen Delegierten der Parteien undvom Landesjugendring, sowie die Jugendlichen Zuschauer auf der Gegentribüne nehmen Platz.

09:30 Uhr
Der Ausschussvorsitzende Torsten Koplin (Die Linke) begrüßt die Anwesenden und erinnert an die Öffentlichkeit des Ausschusses. Heute ist auch elf-tv akreditiert. Die Delegierten werden genannt. Die Expert*innen sind da, außer Prof. Spitzer.

09:34 Uhr
Arp Fitschen, Städte- und Gemeindetag MV, beginnt als Experte zu sprechen. Zuerst vom Breitbandausbau. Im ländlichen Raum kommt auch nach Plan nicht die Leistung an, die zum Beispiel in Schulen gebraucht werden. (Vektoring) Großen Städten in MV sind nicht von der Förderung erfasst. Wir verlieren den Anschluss an die Digitalisierung im internationalen Maßstab. Glasfaser im Keller der Schulen bedeutet noch kein angeschlossenens Kalssenzimmer. Wer aber kann die Digitalisierung kompetent nutzen? Digitalisierung muss in MV eine Gesamtstrategie bekommen. Medienbildung nicht nur an Schulen wichig, sondern überall in der Gesellschaft. Honorarkräfte allein reichen dafür nicht aus. Medienbildung muss integrativer Bestandteil der Ausbildung sein.

09:42 Uhr

Der Ausschussvorsitzende begrüßt die Ost- und Westtribünen-Zuschauer und wünscht uns auch noch einen guten Verlauf für #jil18.

Bernd Rosenheinrich (Landesseniorenbeirat) schließt sich Arp Fitschen an und erinnert an die Medienkompetenz-Arbeitsgruppe des Altenparlaments MV. Medienkompetenzausbildung sollte von der Kita bis zu den Senior*innen gehen. Dazu muss das Thema in die Pädagogenausbildung. Silversurfer werden in MV in fünf Veranstaltungen weitergebildet. Damit werden sie aber nicht in die Lage kommen, Ausbilder für Jugendliche zu werden.

09:48 Uhr
Prof. Roland Rosenstock verweist auf die Übergänge und Bildungspartnerschaften in der Bildungskette und maht auch dabei die Medienbildung an. In den Schulen fehlen Konzepte zur Medienbildung. Was passiert, wenn der Digitalpakt nicht kommt? Informatik ab Klasse 5 ist gut, aber Informatik reicht allein nicht aus als Thema, jedes Fach muss digitale Kompetenzen vermitteln. Smartphone wir häufig kriminalisiert an Schulen, ist aber das wichtigste Instrument von digitaler Bildung. Digital kann ich: gilt nicht für Lehrer*innen. Streichungen im Landeshaushalt von 2004 führten in der Lehrerbildung zu weniger Medienbildung. Medienskepzis führt zu mangelnder Medienbildung, auch bei Pädadogen. Hochschulen sind aber auch nicht auf bessere Medienbildung vorbereitet.

09:54 Uhr
Christian Taszarek (Lehrer und wissenschaftlicher Mitarbeiter Uni Rostock) weist darauf hin: Schüler haben erste einmal kein Problem mit der Digitalisierung. Digitalität ist jetzt! Rahmenlehrplan Digitale Kompetenzen verschaffen den Schulen nicht die Zeit, die ntwendig ist, digitale Kompetenzen und Medienbildung zu erwerben. 11.000 Lehrer im Land müssen dazu ausgebildet werden. Hardware an den Schulen (Smartboards...) muss auch genutzt werden können. Kostenfreies WLAN an den Schulen ist Grundlage für Bildung überhaupt, auch kulturelle Bildung. Es werden zu wenig Informatiklehrer ausgebildet im Land, die müssen aber oft Zusatzaufgaben übernehmen, was zu weniger Unterricht führen muss. Netzwerktechniker usw. werden gebraucht. Lehrkräft brauchen Zeit für Konzepte und Vermittlung - jetzt!

10:02 Uhr
Bert Lingnau, Direktor der Medienanstalt MV, beginnt bei Sokrates Jugendkritik. Ursprung des Zitates soll aber erst 1907 zu finden sein. Fakenews? Wie entgegenwirken? Medienbildung. Offene Kanäle und Medientrecker vermitteln Medienkompetenz, besonders auch medienpraktisch mit professioneller Unterstützung. 20 Medienprojekte werden von der MMV mit insgesamt 200.000 Euro jährlich gefördert. Medienschaffende brauchen auch Schulung gegen Fakenews. Schulen sollten sich öffnen für außerschulische Partner: Medienbildner, Medienprojekte aber auch Senior*innen. Medienbildung ist gesellschaftliche Querschnittsaufgabe. Medienktiv MV leistet dazu einen Beitrag.

10:08 Uhr
Antje Kaiser (LfDI) geht es um Medienbildung und digitaler Bildung, um die Menschen dahinter. Medienbildung muss fächerintegrativ überall eingeführt werden. Fortbildung für Erzieher*innen in MV beendet: neun Monate, 16 Leute, Finanzierung über Krankenkassen und nicht das Land. Medienaktiv ist nicht normal: Suchthilfe, Jugendhilfe, Datenschutz, Polizei arbeiten gemeinsam engagiert an der Förderung der Medienbildung. Medienbildung an Schulen ist nicht "on top", kommt aber an Schulen so an. Medienbildung kann nicht in alleiniger Verantwortung des Bildungsministeriums liegen.

10:15 Uhr
Katharina Bluhm (Jugendmedienverband MV) verweist auf Medienkompetenz als Ziel der Medienbildung. Medienpädagogische Angebote gehören auch in die Freizeit, nicht nur in formelle Bildung. Das muss landesweit gesichert werden. Frühkindliche Medienbildung muss sich an den Kinder orientieren und begleitet werden. Studiengänge bereiten nicht ausreichend darauf vor. Gute Medienpädagogen gibt es im Land, aber zu wenige mit oft schwierigen Arbeitsbedingungen. Medienbildung braucht auch Internetzugang, überall und ausreichend in der Bandbreite, neben Hardware dazu. LAG Medien e. V. hat dazu Stellung bezogen. Bildung mit digitalen Medien tauscht nicht analoge Medien einfach durch digitale aus, sondern ändert den Prozess der Bildung.

10:20 Uhr
Thomas Batzer (Landkreistag): Herausforderung ist jetzt in die Umsetzung zu starten. Medienbildung anders organisieren. Landkreise als Schulträger müssen technische und organisatorische Rahmenbedingungen für Medienbildung schaffen. Im System Schule müssen auch alle gemeinsam und konzertiert handeln. Breitband muss sein, aber nicht darauf warten, jetzt anfangen. Personelle Voraussetzungen und Beratungsaufwand muss auch finanziert werden.

10:26 Uhr
15-minütige Pause.

10:46 Uhr
Es geht weiter mit den Redewünschen. Leon Thadewald, jugendlicher Delegierter, fragt nach der Wichtigkeit der außerschulischen Medienbildung. Gute Programme von Unis und Unternehmen: wie bewerten in der Medienbildung.

Katha Bluhm: Gleich wichtig wie schulische Medienbildung, aber mit besonderer Qualität: selbstbestimmter Bildungsansatz. Medienwerkstätten, Medienbildner, Angebote auch in Zusammmenarbeit mit Schule sind wichtig.

Prof. Rosenstock: Im ländlichen Bereich findet Medienbildung nicht statt. Medienbildner/Medienpädagogen werden unterbezahlt (vier Stufen schlechter in MV). Stellenfinanzierungen sind wichtiger als Projektfinanzierungen. Zusammenarbeit mit Unternehmen findet statt, Unternehmen finden, nicht mal ausreichend Praktikumsplätze in MV vorhanden.

Bert Lingnau: Zusammen sind außerschulische und schulische Medienbildung stark. Beispiel Ofenne Kanäle. Unternehmen sind in den Medienbildungsnetzwerken kaum vertreten.

Antje Kaiser: Außerschulische Medienbildung ist an Schule, nicht überall, in Freizeit genauso wichtig, aber kaum vorhanden. Medienscouts MV hat zu wenig Ressourcen. Medienaktiv-Frühjahrstagung mit Wirtschaft 2018, ist ein Anfang und muss weiter gestärkt werden.

Christian Taszarek: Berufsorientierend ist die Regel auch bei Medienbildungsprojekten mit Wirtschaft. Reicht so ja nicht aus.

10:58 Uhr
Vorsitzender: Zusätzliche Abgeordnete heute anwesend.

10:59 Uhr
Mona-Mór Ebel (jugendliche Delegierte) fragt nach Stadt-Land-Gefälle: wie entgegenwirken.

Bert Lingnau: Medien sind auch Bücher, die gibt es berall im Land. Problem ist das schnelle Internet. Muss besser werden, ist auf dem Weg. Silversurfer, Seniorentrainer, Großeltern könnten von Enkeln gebildet werden. Eltern erreicht man schlecht: interessierte sind oft die schon kompetenten.

Prof. Rosenstock: Digitale Spaltung droht. Menschen über 70 und im ländlichen Raum - Frage der Seniorenbildung. Orte fehlen dazu, Familien allein reichen nicht. Frauen, alleinerziehend mit mehreren Kindern, kommen auch schwer an Medienbildung. Gerechtigkeitsfrage auch für die Kinder.

Thomas Batzer: Im System Schule ist die dauerhaft funktionierende infrastruktur nicht gesichert.

11:06 Uhr
Thomas Krüger (Landtagsabgeordneter): Medienkompetenzvermittlung an Schule ab 7. Klasse im Informatikunterricht. Reicht das aus? Wie mehr zeit organisieren? Ab erste Klasse jedes Kind einen Computerarbeitsplatz? Rechnen, Lesen, Schreiben auf Papier besser?

Christian Taszarek: Mehr Zeit als zusätzliche Zeit gibt es weder für Lehrer*innen noch für Schüler*innen. Ganztagsschule wäre eine Chance, gebundene Form Bedingung dann. Welche Themen im Lehrplan können substituiert werden? Diskussion dazu hält an. Smartphone, Computer ist Fakt.

Antje Kaiser: Reicht nicht aus 7. Klasse Informatik. Medienbildung ab frühkindlichen Bereich, auch Schule und auch mit Computer. Die Fachkraft muss an die Lebenswelt der Kinder anschließen. Nach Aussage des DVZ ist die flächendeckende Ausstattung der Kinder mit Calliope-Computern nicht umsetzbar. Sollte aber so sein. Ob eine digitale Technik, Hardware Thema sein sollte, bestimmt das Kind: Lehrkraft muss dazu Wissen und Methoden haben.

Nachfrage Thomas Krüger: Reicht es bis zur 7. Klasse aus, Medienbildung in jedes Fach zu integrieren?

Antje Kaiser: Wir brauchen kein zusätzliches Fach, sondern Medienbildung in der ganzen Schulzeit, immer mit dabei!

Bert Lingnaus: 7. Klasse ist zu spät um anzufangen. Ab Kita, siehe Medienkompass der MMV. Schulfach oder "reicht es aus" überall Medienbildung vermitteln? Beides.

Katha Bluhm: Nachsteuern. Rahmenpläne, die jetzt gelten müssen verändert werden. Schülerzeitungen sind analog und auch digital, Methoden müssen erlernt werden. Alle themen mit und durch Medien vermittelt.

Prof. Rosenstock: Inklusion erfolgt ja auch über Medienbildung. Partizipatives, individuelles Lernen erfordert andere Settings, auch Anregungsmillieus. Medienkompetenz ist eine zentrale Kulturtechnik und lässt sich gar nicht ausspielen gegen Rechnen, Schreiben, Lesen. Noch nie wurde so viel gelesen wie heute. Das Fach ist so lange notwendig, bis das Thema überall in den Fächern angekommen ist. Portfolioarbeit ist mit dem Smartphone der Kinder hervorragend möglich. Digitale Techniken sind im Bildungssystem immanent (Einschreibung an Unis,...)

11:29 Uhr
Paul Timm (jugendlicher Delegierter) Kindeswohlgefährdung und Onlinemedien

Bert Lingnau: Schwieriges Feld. Medienanstalt ist Aufsicht, KommissionJugendmedienschutz (KJM), technischer Jugendmedienschutz (nicht so einfach zu handeln). Medienkompetenz, soziale Medinkompetenz für Kinder und Eltern ist der beste Weg.

Katha Bluhm: begleiteter Medienkomsum in Familien, Kommunikation mit Medienpädagogen, Umgehen damit muss man erlernen.

Prof. Rosenstock: Kinderapps, Kindersuchmaschinen, hervorragende Angebote, müssen bekannter werden. Risikoabschätzung erfordert Kompetenz der handelnden, Unterstützenden, Begleitenden. Google Kids, YouTube Kids, ... Auch Kinderinfuenzer sind neue Vorbilder im Internet. Also Gesundheitskommunikation und Medienbildung verbinden.

Christian Taszarek:Wie an Eltern kommen? Elternabende mit Experten, Webinare ... erreichen immer die gleichen Eltern. Allgemeine Elternabende mehr.


11:40 Uhr
Jacqueline Bernhardt: Was ist die richtige Grundausstattung an Schule, Grundschulen, wie ereicht man sie? Schulische und außerschulische Medienbidlungspartner wie verbinden?

Katha Bluhm: wei Welten prallen aufeinander. Schulversuche, Forschung: Es gibt Ergebnisse, an die man anknüpfen kann. Herausforderungen Fahrtkosten, Reisewege usw. sind lösbar. Partner sind auch beratungsfähig, nicht nur vor Ort aktiv. Ausstattungen werden besser, aber reichen nicht aus zu Gruppenarbeiten. Grundausstattung muss auch gesichert werden.

Prof. Rosenstock: Digitale Lernwerkstätten für die gesamt Bevölkerung. Wir leben in einem ängstlichen Raum. Da lässt sich was machen, ausprobieren. Allerdings nur mit Ressourcen: 10 digitale Lernwerkstätten im Land verteilt aufbauen, Medienpädagogen anstellen. Offen halten.

Bert Lingnau: Medienwerkstätten im Land "gehen auf dem Zahnfleisch". Unterfinanziert und Selbstausgebeutet. Medienbildner müssen ausschwärmen können in ländl. Raum. Schule plus war hilfreich und sollte verlängert oder ersetzt werden.

Antje Kaiser: Vernetzt ist alles, jetzt braucht es Ressourcen. Genau in die Regionen schauen, Partner zusammenbringen, neues schaffen.

11:48 Uhr
Klara Fries (jugendliche Delegierte): Landesstrategie, wie sinnvoll und wer solls machen? Medienpädagogik mit eigenem Studiengang? 2000.000 Euro reichen aus zur Medienprojektförderung.

Prof. Rosenstock: Muss jemand zusammenführen/koordinieren. Juniorprofessuren sind da nicht ausreichend. Medienkompetenz muss auch an Unis Querschnittsthema sein. Standorte besser austatten. Studiengang ist hilfreich, da nur die bleiben, die hier ausgebildet wurden.

Bert Lingnau: 200.000 reichen nicht, fordert aber nicht mehr Geld.

Antje Kaiser: Digitale Agenda MV ist nicht vollständig, Medienbildungsstrukturen im Land sind nicht involviert bisher und auch kein Thema. Koordinierungsstelle erforderlich.

11:55 Uhr
Sebastina Ehlers (Landtagsabgeordneter): Frage zur Lehrerbildung: konkrete Empfehlungen. Wie können Eltern medienkompetenter werden?

Prof. Rosenstock: Medienbildung ist nicht verplichtend, keine personellen Ressourcen dafür zu Verfügung. Fachdidaktikausbildung wäre Ansatz. Professuren für Medienbildung sind zu etablieren. Medienbildung muss personell untermauert werden. Land sollte KMK-Strategie umsetzen.

Antje Kaiser: Referendariate: zwei Tage für Medienbildung sind zu wenig. Mentor*innen an Schule müssen das auch begleiten können. Weiterbildungsbereich für Lehrer*innen soll entwickelt werden. Konzepte zur flächendeckenden Elternmedienbildung gibt es nicht. Man tut was man kann. Elternscouts (Hamburg) funktioniert das, wäre ein Ansatz.

Bert Lingnau: Zuerst und leichter im frühkindlichen Bereich. Flimmo-Zeitung. Mediennutzungsregeln für Familien austeilen.

12:05 Uhr
Nick Wamhoff (jugendlicher Delegierter): Wie ist der sinnvolle Ausstattungsstandard?

Thomas Batzer: Was ist sinnvoll, gemeinsam herausarbeiten.

Antje Kaiser: Primat des Pädagoogischen folgen: einsetzen was im Unterricht hilft.

Christian Taszarek: Bedarf im Kollegium besprechen und planbar machen, aktualisieren.

Prof. Rosenstock: Medienbildungspläne/-konzepte der Schulen, wer macht's? Sport arbeit schon lange mit Apps, VR-Brillen sind auch im Klassenzimmer sinnvoll einsetzbar. Schulkonferenzen, Fachlehrer, Eltern, Schüler müssen darüber entscheiden. Fortbildung dazu für alle.

12:13 Uhr
Prof. Ralph Weber (Landtagsabgeordneter): Medienbildung anbieten: machbar oder Wunschkonzert, finanziell betrachtet? Spielerischer Zugang zu Medien wird verbaut durch Grundschule?

Antje Kaiser: Digitale Spaltung, Demokratiebildung - Medienbildung ist notwendig. Bildung kostet, schlechte viel mehr. Das angewandte System der Medienbildung ist unterfinanziert. Das muss so nicht bleiben.

Prof. Rosenstock: Kindheit in Deutschland ist sehr präventiv. Andere Länder sind früher integrativ. Welches Bild von Kindheit haben wir? Lassen Sie uns was Wünschen: Von Estland lernen. MV muss Nachwuchs selber ausbilden.

Bert Lingnau: Versuch einer Sachstandsbeschreibung, Verantwort zur Umsetzung liegt in der Politik. Lebensfremd wäre Kinder von Medien fernhalten zu wollen.

Katha Bluhm: Geld muss in die Hand genommen werden. Was besser laufen kann, muss nicht immer mehr Geld kosten: Zusammenarbeit fördern, gerade bei Konzepten und Rahmenplänen. Frühkindliche Medienarbeit funktioniert. Das beste für Kinder und Jugendliche herausholen.

12:24 Uhr
Lena Simosek (jugendlicher Delegierter): Schule plus?

Bert Lingnau: Fortschreiben

12:25
Thomas de Jesus Fernandes (Landtagsabgeordneter): 234 Mio, können die Landkreise das leisten, die Schulen auszustatten? Datenschutz kommt zu kurz bei Medienprojekten?

Thomas Batzer: Schulträgervielfalt. Landkreise sind guten Mutes: Wie ist jede Schule jetzt schon ausgestattet? Woher kann die Ausstattung gefördert werden? Das ist noch gar nicht klar.

Katha Bluhm: Datenschutz ist immer Thema in Mdienbildung und findet statt. Elternarbeit: personengebundene Infos über Kinder und Jugendliche sind oft von Eltern. Nicht jedes Medienprojekt muss und geht ins Internet.

Antje Kaiser: Datenschutz ist Bildungsaufgabe seit 2012 beim LfDI. Netzwerkarbeit (Medienkativ, LAG Medien, Medienscouts MV) gehört dazu.

Bert Lingnau: Datenschutz ist Medienkompetenz. Datensparsamkeit ist angebracht. Soziale Medienkompetenz und technische Medienkompetenz habe unterschiedliche Altergruppen in anderer Menge und können sich ergänzen.

...

12:39 Uhr
Torben Knaak (jugendlicher Delegierter): Partizipativ beteiligen bei Medienbildung

Christian Taszarek: Googlen können die Kinder nicht so gut. Partizipation häufig thematisch ja.

Katha Bluhm: An ihrer Lebenswelt ansetzend beteiligen. Kinder und Jugendliche sind Teil der Gesellschaft und sollen und müssen sich einbringen können.

Antje Kaiser: Mediienscouts MV - Peer to peer, Akzeptanz an Schule muss es dazu geben. Sie müssen auch gehört werden an Schule.

Bert Lingnau: Geschichte  und hintergrund der Medienscouts MV.

12:43 Uhr
Der Ausschussvorsitzende schließt den Ausschuss mit Bemerkungen zum weiteren Vorgehen und dem Dank an die Mitwirkenden.


Medienbildung jetzt – für alle!

Andreas Beck06.06.2018
CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Jakob Waak (jacob-waak.de)
CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Jakob Waak (jacob-waak.de)

Medienbildung wird bei uns im Land gern genannt und vernetzt, aber bis jetzt doch mehr oder weniger ungern finanziert. Wenn, dann nur mit laaangem Vorlauf und bei Maßgabe der dafür nicht geplanten Haushalte der Ministerien, und unauskömmlich, siehe das sinkende Budget der Medienanstalt MV im Medienbildungsförderungsbereich.

Wenn man Zeit hat, kann man warten.

Man kann aber auch selbst etwas mehr tun, so wie die vielen, großartigen, selbstbestimmten Projekte der Seniorenbildung im Medienbildungsbereich, zuletzt dargestellt auf der Medienaktivtagung in Rostock 2017. Dazu braucht es mehr Unterstützung, auch und gerade vom Land. So möchte ich Frau Schwesigs Pressemitteilung heute auch verstehen dürfen.

Und ja, Jugendliche haben auch in diesem Bereich die gleichen Bedürfnisse wie die Alten, auch wenn sie die Geräte schneller bedienen können und schneller lernen: mehr Unterstützung bei der Medienbildung als Grundkompetenz von Bildung heute. Dafür stehen auch #JugendimLandtagMV , die @LAGMedienMV #keinebildungohnemedien . Wie das gehen kann, hat gerade #jugendhacktmv gezeigt; der Jugendhackathon wäre ohne Landesförderung nicht zustande gekommen.

Fazit: Es tut sich was in Sachen Medienbildung im Land - für Jung und Alt.


Weitere Informationen:

Zweite Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV

Andreas Beck23.05.2018
Signet des Landesjugendrings MV zur Anhhörungsreihe
Wir haben noch ein Bild gemacht danach mit jugendlichen Delegierten, Chris vom Landesschülerrat und Unterstützer*innen vom LJRMV
Wir haben noch ein Bild gemacht danach mit jugendlichen Delegierten, Chris vom Landesschülerrat und Unterstützer*innen vom LJRMV

12:27 Uhr
Der Ausschussvorsitzende beendet die Anhörung und dankt allen Abgeordneten und jugendlichen Delegierten.


12:14 Uhr
Torsten Koplin: Verwaltungsvorschrift Umsetzungs und Kontrollprobleme in berufl. Bildung: Instrument so tauglich? Schuhmacher und Rockstar: Wie sieht es mit 3D-Druck aus? Sind wir fit für die nahe Zukunft?
Dr. Christiane David: Vorschrift ist tauglich, ja. Kontrolle im Rahmen der selbständigen Schule schwierig: passiert da was oder nicht?
Sven Heilmann: Ja, geeignet. Berufsorientierungskonzepten an allen Schulen erforderlich. Jugendhaus: AA, Jobcenter, Sozialamt haben drei verschiedene Datensystem. Kerndaten wären zu teilen, datenschutzkonform.
Peter Todt: Es ist unsere Aufgabe.
Dr. Christiane David: Allgemeinbildende Schulen sind nicht fit in Bezug auf Digitaliisierung.


12:12 Uhr
Paul Timm: Warum Bayern besser in Bildung mit weniger Abbrechern? Warum nicht direkt als Land daran orientieren?
Dr. Christiane David: Kann es sich nicht erklären und keine Empfehlung aussprechen.


12:10 Uhr:
Torben Knaak: Schulen sanieren, Digitalisierung, Inklusion, Lehrerfortbildung - wie geht das alles gleichzeitig, vor alem in der Berufsbildung?
Peter Todt: IQMV, Lehrerfortbildung, Kontakte zu Betrieben, Sanierungen laufen


12:07 Uhr
Lena Simosek: MV-Stipendien möglich?
Sven Heilmann: Stipendien an Projekte gebunden.
Brigitte Seifert: Müsste im Landtag entschieden werden


12:05 Uhr
Franziska Sip: Außerschlische Kompetenzen im Freiwilligendienst und Ehrenamt, wie anerkennen bei Übergang?
Brigitte Seifert: Hoch anzuerkennen, hilft bei Orientierung den Jugendlichen
Sven Heilmann: Persönlichkeitsbildend.


12:00 Uhr
Abgeordneter Karsten Kolbe: Kombifianzierung Land/Unternehmen bei Fahrtkosten möglich? Berufsausbildung digital fernvermitteln?
Christian Klöckner: Anwesenheit ist wichtig. Später möglich.
Peter Todt: Zuständigkeiten: praktische Ausbildung - Unternehmen, theoretische Ausbildung - Land. Land legt die Berufsschulstandorte fest und ist auch zuständig die Fahrtkosten zu finanzieren.


11:55 Uhr
Rasmus Rutsch: Kinder und Jugendrat hat kaum Kontakt zu Berufsschüler*innen. Welche Konsequenzen haben Einsparungen an kulturellen Institutionen für die Attraktivität von MV als Ausbildungsland?
Peter Todt: Die Entscheidung ist welcher Beruf und welcher Betrieb, keine Chance den Ort selber auszuwählen nach kulturellen oder sportlichen Aspekten.


11:51 Uhr
Abgeordneter Thomas de Jesus Fernandes: Schülerbeförderung im lädlichen Raum für Praktika nutzen?
Dr. Christiane David: andere Zuständigkeiten


11:46 Uhr
Paul Timm: Welchen Platz haben "veralteten Unterrichtsmethoden", wie Auswendiglernen, in der Schule oder ist das Denken an Elektronik gebunden.
Dr. Christiane David: Grundrechenarten, Schreiben, Lesen sind als Grundlagen anzulegen, aber nicht Wissen auswendig lernen, sondern finden und anwenden lernen!


11:32 Uhr
Abgeordneter Prof. Weber: Schulsozialarbeit ist wichtig, aber Familien auch. Warum machen viel zu viele Schüler Abitur? Wie fördert man die Hauptschule richtig?
Christian Klöckner: Auszubildende haben oft keine Vorteile durch Abitur, da Betriebe differentiert entscheiden. Hauptschule gibt es in MV nicht.
Brigitte Seifert: Schulsozialarbeiter*innen, Schule hat die Berufsorientierung aus Sicht der Eltern zu machen. Immer mehr Eltern kommen mit der Erziehung nicht zurecht. Verhaltensstörungen nehmen zu. Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit sind wichtige Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche.
Sven Heilmann: Abiturüberschuss nach der Wende, jetzt Kopfnoten wichtiger.
Peter Todt: 75 Prozent der Arbeitnehmerschaft sind Facharbeiter. Das vergisst die Gesellschaft.


11:27 Uhr
Marcel Meister: Sprungbrettunis - junge Professoren binden an Hochschulen des Landes, wie geht das? Wie können zivile Angebote konkurrenzfähig werden zu Angeboten der Bundeswehr?
Christian Klöckner: Bundeswehr an Schule sollte flankiert werden mit anderen Angeboten.
Peter Todt: Bundeswehr ist presenter als Quantität ihres Angebots. Ausgebildete stehen später der Wirtschaft zur Verfügung.


11:20 Uhr
Abgeordneter Sebastian Ehlers: Ist Digitalisierung in Schule integrierbar? Einfluss von Eltern und Großeltern auf die Berufswahl - wie kann man das bewerten und nutzen?
Christian Klöckner, Landesschülerrat: Kein extra Fach, kein extra Stress für Schüler*innen, vielleicht für Lehrer*innen, Methoden müssten sich wandeln! Dan gehts besser.
Sven Heilmann, Agentur für Arbeit Rostock: Eltern werden bereits einbezogen, digital wäre gut, gestaltet sich aber schwierig wegen Kanälen und Bandbreiten. Berufswelt hat sich weiterentwickelt, Eltern, Großeltern müssen mitgenommen werden. Berufsberatung ist nicht Berufslenkung.


11:07 Uhr
Fride Gotschewski: Die Vergütung für Berufsauszubildende reicht oft nicht aus. Lösungsquote/Abbruchquote: Durchhaltevermögen scheint nicht der Grund zu sein dafür, was sonst? Zwei- und dreijährige Ausbildung, ist letztere nicht zu bevorzugen?
Peter Todt: Grundberufe sind nicht generell schlecht. Ziel sind immer drei bis dreieinhalb Jahre Ausbildung, aber da wo es funktioniert ist es gut.
Sven Heilmann: Absentismus ist Indikator für Abbrecherquote. Schwer ins Gespräch zu kommen. Abbrecher sind nicht per se gescheitert, sondern auch oft wertvolle Mitarbeiter, weil sie wissen was sie wollen.
Peter Todt: Jede*r die/der seinen Ausbildungsvertrag löst ist genau anzusehen.


10:58 Uhr
Abgeordnete Jacqueline Bernhardt: Ist der lückelose Übergang gefährdet? Sind ausreichend Berufsschulen vorhanden Wo bleiben dei Schüler*innen?
Frau Dr. David: Beispiel Hamburg wären Daten vorhanden, wer, wann, welche Schule verlassen hat. BM in MV setzt nur die Schulpflicht um. Berufsberatung erfährt nicht von absenten Schüler*innen.


10:50 Uhr
Juliane Eichhorn: Wie gute Schulpraktika sicher stellen?
Brigitte Seifert: Qualitätskriterien könne man erarbeiten, Schwierigkeiten blieben. Ferienpraktika würden funktioneiren, wären sie nicht ohne Bezahlung.
Dr. Christine David: Es gibt Kriterien/Verwaltungsverordnung, wie oft, wie lange, hängt aber auch von der einzelnen Schule ab. Manche Schulen haben Listen aus denen die Schüler*innen auswählen müssen, oft nur in einem engen Radius. Bewerber und Stellen passen nicht unbedingt zueinander, weils örtlich nah ist. AK Schule/Wirtschaft im LK MSE tagen dazu intensiv und fruchtbringend.


10:42 Uhr
Chris Klöckner: Öffentliche Verkehrsmittel müssen verfügbar und bezahlbar sein, auch um Kulturangebote zu nutzen!
Dr. Christine David: Berufsschulzentren sind noch nicht wirklich enstanden. Digitale Berufsschule gibt es als Modellprojekt, geht aber nur mit schnellem internet. Wohnheime fehlen und andere Wohnformen.
Peter Todt: 27 berufliche Schulen sind die Zentren. Das müsse so gesichert werden. Jede Schule muss dabei so ausgestattet werden, dass gute Berufsschule möglich ist. Große Klassen müssten derzeit kleine Klassen ermöglichen, das gehe nicht mit Qualität.


10:40 Uhr
Abgeordneter Jörg Heydron: Wohnortnah beruflich beschulen kaum möglich. Bildung soll durchlässig sein/werden braucht eine bestimmte Größe. Wie gute Bildung anbieten und doch wohnortnah?


10:34 Uhr
Peter Todt: Ausbildungsvergütung im IHK-Bereich ist gerecht und im Durchschnitt ausreichend.
Dr. Christine David: Anreiz könnte sein, wenn Fahrt- und Unterbringungskosten nicht bei den Auszubildenden hängen bleiben würden.
Sven Heilmann: Gutscheine und Sondernutzen, Segelscheine, Fahrerlaubnisunterstützung... können auch helfen.
Brigitte Seiffert: Gute infrastruktur für Familien hilft.


10:32 Uhr
Der Ausschussvorsitzende eröffnet die Fragerunde. Monamor beginnt: Welche Anreize kann MV schaffen, hier im Land zu lernen und zu studieren oder danach zurückzukommen? Welche Ausbildungsvergütung ist mindestens erforderlich?


10:30 Uhr
Auf Facebook und Instagram gibt es diesen Post von uns
https://www.facebook.com/ljrmv/posts/...


10:15 Uhr
Bevor die Fragerunde beginnt gibt es jetzt eine Pause.


10:05 Uhr
Brigitte Seifert, Landesseniorenbeirat: Komplexer, mehrschichtiger, facettenreicher Prozess für jede*n Jugendliche*n. Mehr Praktika, attraktivere kleine und mittelständige Unternehmen, aktive Kooperation der Berufsberatung und Schule mit Unternehmern. Image der BA muss positiver werden. Ausbildungsvergütung muss erhöht werden, unabhängig vom Elternhaus. Ländliche Regionen ohne Perspektive bei Berufsschulen, weite Wege machen unattraktiv. Jugendsozialarbeit und außerschulischer Bereich sind auch wichtig für Berufsberatung und -wahl. Verweist auf Studie Übergangsmanagement des Bundes.


09:56 Uhr
Dr. Christine David, Jugendservice MSE, zitiert eine Kollegin: Berufsschulpflicht wird reihenweise nicht eingehalten. Berufsschulpflicht endet mit 18. Schulschwänzerei beginnt allerdings schon früher. Neue Berufsschulpflichtverordnung seit diesem Schuljahr sollte helfen, aber es gibt keine Daten: wo sind die Schüler*innen nach der gemeinbildenden Schule? Dazu wären Daten über alle Jugendlichen des Landes erforderlich. Sicherung der Produktionsschule im Landkreis: Land sieht nur das Jugendhilfeangebot, nicht die Schulform. Frau Dr. David verweist auf ihre schriftliche Stellungnahme.


09:43 Uhr
Sven Heilmann, Arbeitsagentur Rostock und Jugendhaus Rostock: Kein uns bekannter Jugendlicher soll verloren gehen, sondern beraten werden und nicht nur digitalen Angeboten gegenüberstehen. Frühzeitige Berufsorientierung ist erforderlich. Jugendberufsagentur ist eine der "geeignetsten Formen" und sollte erhalten werden. Schulsozialarbeit ist wichtig an Schulen und sollte flächendeckend sein. Digitalisierung der Berufsberatung erfordert auch Bandbreiten in ländlichen Gebieten. Multiplikatoren sollten dabei sein, wenn Berufsberatung stattfindet. BA hat großes Interesse an Schule wirksam zu werden.


09:35 Uhr
Christian Klöckner vom Landesschülerrat MV: Schulen müssen ihre Chancen besser nutzen, alle Schüler*innen auf Berufs- und Studienwahl umfangreich vorzubereiten. Mittlere Reife und Berufsreife sind zu Unrecht abgewertet. Effektive Praktika fehlen, in denen man den Beruf wirklich kennenlernt. Fahrtkosten zu Praktika sollten vom Land übernommen werden. Technik ist nicht alles in der Digitalisierung, Kompetenz ist mindestens genauso wichtig, bei Lehrer*innen und Schüler*innen. Nicht nur im Informatikunterricht, sondern in allen Fächern. Verpflichender 10.-Klasse-Abschluss sollte eingeführt werden.


09:21 Uhr
Peter Todt der Schweriner Industrie und Handeskammer ist verantwortlich dort für die Aus- und Weiterbildung. Allein in Westmecklenburg 25.000 IHK-Unternehmen. Berufswahlkompetenz ist notwendig: Ziele, Werte, Neigungen, Begabungen, Angebote kennen, regional und überregional, Studium oder Ausbildung. ÖPNV-Angebote und regionale Ausbildungsangebote schränken die Möglichkeiten ein. Fahrtkosten für jeden sind erforderlich: zu Berufswahl und auch zur Ausbildung. Diese sind vom Land zu tragen. Familienangebote sind wichtig, auch Arbeits-/Ausbildungsplätze für Partner, Infrastruktur für Familie. Strategie zur Entwicklung der ländlichen Räume ist notwendig. Kampagne: Durchstarten in MV neu ausrichten auf Eltern und Begleiter*innen. Branchen müssen dabei zusammenarbeiten, alle haben Fachkräftproblem. Digitalisierung findet auch in der Ausbildung statt, als Modernisierung oder neue Ausbildungsberufe. Anforderungen für Schulabschluss nicht absenken, dennoch mehr Anschlüsse in Beruf erreichen. Produktives Lernen, Produktionsschulen helfen möglichen Schulabbrecher*innen. Sechs Prozent junger Menschen ohne Schulabschluss, auch da gibt es Angebote und Instrumente, z. B. verkürzte Ausbildungen mit Verlängerungsmöglichkeit.


09:10 Uhr
Experte Edgar Hummelsheim, Handwerkskammer Schwerin:
Berufsorientierung ist der Schlüssel zum gelungenen Übergang in den Beruf. Praktische Erprobung, Werkstatttage, sind essentiell - man muss es fühlen dürfen, wie es ist im Beruf. Werkstatttage werden vom Bund gefördert. Berufsschulen müssen erreichbar sein, das steuert das Berufswahlverhalten. Fahrtkosten erfordern Komensation, sonst Belastung der Lehrlinge u. U. zu groß. Nicht nur anteilig fördern. Azubiticket wäre der richtige Weg. Lernortkooperationen sind wichtig. Attraktivität des ländlichen Raums erhöhen: digitale Infrastruktur, Kita, Betreuungsmöglichkeiten für Pflegebedürftige. Kampagne Besser ein Meister sollte weitergeführt werden: Tätigkeit im Handwerk ist erfüllend und wichtig. Orthopädieschuhmacher aus MV macht Schuhe für Rammstein-Sänger, als Beispil der Attraktivität des Handwerks. Durchhaltevermögen ist beim Erlernen eines Berufes notwendig. Muss man auch erst mal können.


09:08 Uhr
Abgeordneter Prof. Weber beklagt die Nichtkommunikation der jugendlichen Delegierten der AFD mit dem Landesjugendring.


09:05 Uhr
Augenhöhe mit den Jugendlichen, die eingeladen sind zur Anhörung, aber alle Anwesenden können sich im Nachgang in Gesprächen mit den Abgeordneten einbringen. Es gibt einen Livestream und die gesamte Aufzeichnung findet sich auf dem YouTube-Channel des Landtags MV. https://www.landtag-mv.de/aktuelles.html/


09:03 Uhr
Die Anhörung beginnt nach Eröffnung durch den Ausschussvorsitzenden mit einer Stellungnahme von Lena Simosek: Die Jugendlichen hätten sehr wohl ihre Zusammenfassungen der Ergebnisse der ersten Jugendanhörung im Januar selbst verfasst.


08:51 Uhr Gleich gehts los, allerdings ganz in Ruhe, die Abgeordneten treffen ein. https://www.facebook.com/ljrmv/posts/1813658875359809

Wir bereiten die 2. Jugendanhörung 2018 vor

Andreas Beck22.05.2018
Signet der Jugendanhörung vom LJRMV

Zitat von der Website des Landtags MV: "Die morgige Sitzung beginnt um 9 Uhr und kann über den Livestream auf der Internetseite des Landtages unmittelbar verfolgt werden. Zudem erhalten Interessierte bei Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses Zugang zur Besuchertribüne des Plenarsaals."

20:25 Uhr
Nachgespräch ist Vorbereitung und spät ist es auch. Schluss ist aber noch nicht. Hier geht es morgen früh weiter...in einer neuen Datei. Danke für dein Interesse!


20:10 Uhr
Wir haben intensiv diskutiert und engagiert gestritten. Danke an die vier Exert*innen.
Pause.


20:00 Uhr
Anreiz Leistungszulage für Auszubildene nach 1. Lehrjahr ist denkbar, bessere Jugendberufsberatung in Gymnasien auch. Mindestausbildungsvergütung ist undenkbar?


19:55 Uhr
Erfolgreiche Schule hat viel Abschlüsse. Müsste aber auch viele Anschlüsse haben, dann wäre sie besser. Das misst aber keiner, also bleibt Schule wie sie ist.


19:42 Uhr
Wie wird ein Freiwilligendienst/außerschulisch erworbene Kompetenzen in der Wirtschft/Berufsförderung bewertet? Antworten: als Wartezeit anerkennen, hoch zu bewerten, da bessere Motivation und weniger Abbrecher, allerdings formal in der Ausbildungsabfolge kaum zu berücksichtigen.


19:30 Uhr
Jetzt wird nachgefragt und diskutiert.


19:10 Uhr
Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin, Edgar Hummelsheim, führt aus: man muss auch Durchhaltevermögen fördern. Elementare Dinge eines Berufes muss man "am eigenen Leib" erlebt haben: Holzstaub, Mörtel, Metall, Stehen im Beruf. Mit dem Ausbildungsberuf muss auch die Chemie stimmen. Berufsorientierung muss auch im Betrieb stattfinden. Wenn der Azubi den Betrieb auswählt und nicht der Betrieb den Azubi, liegt darin eine große Chance auf beiden Seiten. Handwerk bietet auch gute und wichtige Chancen. Das Land darf nicht auf dem Rücken der Schwächsten, der Berufsschüler*innen, sparen.


18:50 Uhr
Die städtisch geprägte Sicht auf "Kein Abschluss ohne Anschluss" beschreibt jetzt Sven Heilmann aus Rostock. Man brauchte eine Übersicht, wer, wann, welche Schule verlässt um verlässlich beraten zu können und nicht ausschlissloch Freiwillige/offensiv Nachfragenden. Seit drei Jahren bewerben sich vermehrt Realschüler*innen um ein Abi, am Arbeitsmarkt zählen aber andere Werte: Neugier, Verlässlichkeit, Interesse... Ausbildungsvergütungen spielen auch eine Rolle. Begleitung nach dem Abschluss in die Ausbildung hinein kann wichtig sein und gut funktionieren. Berufsschulstandorte sind auch im städtischen Umfeld entscheidend, wenn genau dieser eine Standort für den Bewerber fehlt. Evaluierung braucht klares Konzept der gewünschten Prozesse. Berufswahlsiegel sind wichtige Schulvorteile. Systematische, flächendeckende Schulsozialrbeit qualifiert auch in diesem Bereich die Schüler*innen.  Reha-pädagogische Zusatzqualifikation (ReZA) sind nicht leicht zu bekommen für Ausbildungsbetriebe. Einstiegsqualifizierung ist ein gutes Instrument, sollte aber durch die Möglichkeit verkürzter Ausbildungszeiten ergänzt werden.


18:20 Uhr
Nach einer Börgersprechstunde/Burger-Pause erklärt Frau Dr. David ihre Sicht auf das Thema und ihr Projekt, dass derzeit noch vom Bund gefördert wird. Schülerpraktika-Wege sind laut Verwaltungsvorschrift vom Schulträger zu zahlen. Machen diese aber oft nicht. Das Land sollte evaluieren, was es organisiert. Ein weiteres Problem sei die Digitalisierung. Hängt vom Geldbeutel des Schulträgers ab. Lehrer müssen auch geschult sein im Umgang mit digitalen Techniken und Methoden. Kampagnen müssen auch bei der Zielgruppe ankommen können. Berufsschüler brauchen Fahrtkosten sofort wenn sie anfallen, besser noch ein Wohnheim, wenn die Berufsschule weit entfernt ist. Keine*r soll laut Übergangskonzept des Landes verloren gehen, geht aber doch.


18:02 Uhr
#Expert*innengespräch zur Vorbereitung auf die 2. # Jugendanhörung zum Thema # Übergangsmanagement https://www.facebook.com/ljrmv/posts/...

 

17:44 Uhr
Dr. Christiane David vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte/Jugendservice, Sven Heilmann vom Jugendhaus Rostock/Agentur für Arbeit und Edgar Hummelsheim von der Handwerkskammer in Schwerin sind dazugekommen und werden herzlich begrüßt. Alle stellen sich neu vor und diskutieren gleich weiter.


17:20 Uhr
Christian vom Landesschülerrat beantwortet die Fragen der jugendlichen Delegierten und diskutiert mit uns. https://www.facebook.com/ljrmv/posts/...


16:55 Uhr
kurze Pause, bevor einige Expert*innen mit den Jugendlichen sprechen.


16:45 Uhr
Einige Stellungnahmen der Expert*innen sind online auf der Website des Landtags MV und zwar hier


16:30 Uhr
Welche Fragen haben die jugendlichen Delegierten an die Expert*innen der morgigen Jugendanhörung?


16:12 Uhr
Wir stimmen Termine ab. . . . . . . . .


15:58 Uhr
Sind die Jugendlichen freiwillig und selbstbestimmt in diesem Prozess der Anhörungen? Leon ist 600 km gefahren, um dabei sein zu können. Nur mal so als Beispiel.


15:48 Uhr
Können und wollen die Jugendlichen mit den Fraktionen des Landtags MV mehr in Kontakt kommen über die Themen der Anhörung? In welcher Form, in welchen Formaten, direkt oder moderiert - es gibt unterschiedliche Wege und Bedürfnisse bei den Jugendlichen.


15:42 Uhr
Sind die Jugendlichen echt so gut, dass sie derart reflektiert und strukturiert ihre eigenen Probleme wahrnehmen und ausdrücken können? Ja, sind sie. Kann man feststellen, indem man das Gespräch sucht und die Jugendlichen der Anhörungsreihe befragt.


15:10 Uhr
Rückblick zum Ablauf der 1. Jugendanhörung im Januar dieses Jahres.
Pressemitteilung des Landesjugendrings MV


15:25 Uhr Wir sind voll in der Vorstellungsrunde, heute im Schloss
Facebookpost


11:00 Uhr
Yvonne und Christian bereiten schon mal den Raum vor.

Liveblogging von der ersten Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags MV am 17.01.2018

Andreas Beck17.01.2018
Signet der Begleitung der Jugendanhörungen im Sozialausschuss des Landtags MV

Hier noch ein Bild der Beteiligten an dieser historischen Anhörung, der ersten in einer Reihe im Sozialausschuss des Landtags MV, am 17. Januar 2018

Im Sozialausschuss am 17. Januar 2018 zur ersten Jugendanhörung


12:45 Uhr
der Vorsitzende dankt den Abgeordneten, den Experten und Jugendlichen und stellt den weiteren Ablauf da. Es gibt natürlich ein Protokoll und, wie gestern berichtet, eine Auswertung in der Begleitung durch die Jugendlichen und den LJRMV, mit der die Fraktionen dann umgehen können. Auf Wiedersehn bis zum 23. Mai in diesem Hause.


12:38 Uhr
Paul Timm, Jugendlicher, fragt Katharina Bluhm nach Einstiegsalter zu Beteiligung und Wahlrecht. Soll die Strafmündigkeit auf 16 Jahre herabgesetzt werden? Populismus und Extremismus sind in der Gesellschaft vorhanden, auch von links?

Katha Bluhm: Bundesweite Fachdebatte sagt, wählen ist ab 14 sinnvoll. Engagement ist auch ab 14 Jahre hoch.

Thmas Deiters sieht keine direkte Verbindung zwischen Wahlrecht und Strafrecht, auch nicht mit dem Wahlalter 16.

Tino Höfert: Verweist auf Beutelsbacher Konsens und erwartet, dass sich politisches Engagement im gesetzlichen Rahmen nicht auf Bewertungen auswirkt. Bietet gemeinsame politische Bildung in Definitionsfragen zu Extremismus an.


12:35 Uhr
Nadine Julitz, Abgeordnete, stellt fest Wahlalter 16 ist bedauerlicherweise nicht in der Koalitionsvereinbarung und fragt nach der optimalen Vorbereitung der Volksbefragung.

Katha Bluhm: Angebot Beteiligungswerkstatt und LJRMV beraten gern in Ruhe im Nachgang.


12:30 Uhr
Hannah Kureck, Jugendliche, fragt nach der Verbindung von schulischer und außerschulischer Beteiligung.

Claudia Gaschler: Beteiligungswerkstatt moderiert auf Prozess in Schulen, Schulsozialarbeiter_innen, Beteiligungsbeauftragte sollten unterstützen.

Tino Höfert: Schule muss sich öffnen, Schule ist mehr als Lehrplanvermittler, bereitet auf das Leben vor. Außerschulische Partner können an Schule wirksam werden. Unterricht geht auch im Jugendzentrum.

Katha Bluhm: Wichtig: schulische Beteiligung muss auch positiv erlebt werden, genauso wie außerschulische. Das führt zum nachhaltigen Beteiligunsverhalten von Kindern und Jugendlichen. Schülerzeitungen sind gut geeignet.


12:26 Uhr
Sebastian Ehlers, Ageordneter, ruft auf, sich als junger Mensch in Gremien der Vertretung wählen zu lassen. Wahlrecht ab 16: passives und aktives Wahlrecht nicht entkoppeln. Volksbefragung ist deshalb gut.


12:23 Uhr
Friede Gottschewski, Jugendlicher, fragt zur Jugendberichterstattung. Nils Rusche berichtet über andere Länder und ihre Erfahrungen mit Kinder- und Jugendberichten. Das geht auch mit Beteiligung von Jugendlichen.


12:17 Uhr
Jörg Krüger, Abgeordneter, Bildungsausschuss, würdigt die Teilnahme der Abgeordneten und ragt, was er in den Bildungsausschuss mitnehmen könne.

Katha Bluhm: Schule kann erfolgreich zur Beteiligung ermutigen und Teil der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sein.

Tino Höfert: Viele Schüler erleben Schule nicht als Ort der Mitbestimmung. Dazu fehlt oft Wissen über die eigenen Rechte (Schulgesetz). Ganztagsschule ist kein Allheilmittel, Freiräume zum Ausprobieren und Selbstwirksamwerden fehlen. Das äußert sich auch im Engagement.

Claudia Gaschler: Freistellungen sind besser zu gewähren für Jugendbeteiligung. Angebot im Bildungsausschuss als Experten zur Verfügung zu stehen.


12:12 Uhr
Nick Wamhoff, Jugendlicher, fragt warum Kinder- und Jugendlichen ihr politisches Denken erst entwickeln müssen? Welche Zeiten?

Tino Höfert antwortet mit dem unterschiedlichen Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen und erklärt Bildungsgrundsätze. Claudia Gaschler erklärt noch einmal, dass die Jugendlichen die richtigen Zeiten zur Beteiligung selber wissen. Man muss sie nur fragen.


12:00 Uhr
Prof. Dr. Ralf Weber, abgeordneter, fragt wozu Bildung zum Wählen ab 16? Was, wenn jemand diese Bildung nicht bekommt? Warum Kritik an Volksbefragung? Wann sind jugendgerechte Zeiten zur Beteiligung?

Katha Bluhm: ist nicht grundsätzlich gegen Volksbefragungen, sondern nur diese zum Absenken des Wahlalters auf 16. Dazu gab es ausführliche Willensbildung. Planspiele der Beteiligungswerkstatt sind politische Bildung im Beteiligungsbereich.

Tino Höfert: Auftrag Demokratie und Toleranz als Werte in der Kinder- und Jugendarbeit vermitteln. Transparenz herstellen bedeutet auch politische Bildung zu Wahlen. Qualität bei Beteiligung schafft Motivation zum Dranbleiben.

Claudia Gaschler: Zeiten: Man schließt immer Jugendliche aus, die dann zeitlich nicht dabei sein können, muss sich dessen aber auch bewusst sein.


11:52 Uhr
Paul Timm, Jugendlicher, fragt nach dem Alter und den Parteien der Experten und ob komplexe Sachverhalte einfach heruntergebrochen werden sollten.

Personengebundene Daten werden ins Protokoll aufgenommen, allerdings nicht in dieses.

Claudia Gaschler erklärt, warum Moderation, Übersetzung in Alltagssprache und Vermittlung in der politischen Beteiligung notwendig ist.

Katha Bluhm: Altersangemessener Ansprache ist notwendig. Einfache Sprache vermittelt auch Zugang, an Leute, die sonst nicht teihaben könnten.

Sebastian Schiller: ab 13 sind Jugendliche zum formal-logischen Denken fähig, als wahlfähig.


11:45 Uhr

Maika Friemann-Jennert, Abgeordnete, fragt nach früher Beteiligung und nach der Kommunalverfassung.
Nils Rusche: Jugendliche schaffen es nur in Erwachsenengremien, wenn sie schon beteilgungsaffin sind. Angst vor Übertragung der Entscheidungsbefugnisse braucht niemand zu haben, das geben schon die Gesetze nicht her. Hauptamtliche Begleitung der Beteiligungsformen muss nachhaltig gewährleistet sein. Beteiligung nicht als Gnadenakt, sondern als Recht erleben! Das MUSS ist dann kulturimmanent.
Katha Bluhm: In Kitas gibt es großartige Beispiele der Beteiligun: an Fragen, die Kinder in dem entsprechenden Alter schon überblicken können. Spielplatzplanung, Essen, Sport und Tagesgestaltung sind mögliche Themen der Beteiligung. Oft allerdings gibt es den Bruch beim Übergang.


11:32 Uhr
Jugendliche Katharina Baganz fragt: wie umsetzen, dass politische Bildung die Wahlalterabsenkung begleitet? Idee Beteiligungslandkarte von JiL16: wie kann man Zugänge kenntlich machen und kommunizieren? Der Vorsitzende bietet an die Landeszentrale für politische Bildung zu bitten, die Frage schriftlich zu beantworten.

Tino Höfert: Deutsche Vereinigung für politische Bildung auch anfragen. Schule muss die Anlässe zeitnah zu Wahlen nutzen. Enngagementmöglichkeiten außerschulisch müssen anschlussfähig sein.

Thomas Deiters: Angemessenen Beteiligung funktioniert: Schulklasse im Auditorium heute hier , lokale Ebene soll Gemeindevertretungen besuchen. Onlineanhörung ist auch eine Möglichkeit, wie z. B. in Schwerin gemacht; Rollenspiele an Schulen machen Sinn.

Katha Bluhm: Transparenz und Zugang zur Beteiligung (Beteiligungslandkarte) ist Thema. In Städten einfacher, im ländlichen Raum könnte diese Karte helfen, Beteiligungsvielfalt abzubilden. Schule ist Lernort für Beteiligung und Selbstermächtigung dazu. Online funktioniert, allerdings immer im Wandel. Man muss sich auch beteiligen dürfen und dazu in der Schule fehlen können.


11:27 Uhr
Sebastian Schiller: geeignete Formen sind gefragt! Mittel dazu sind auch von Landesseite bereitzustellen.
Bernd Rosenheinrich: Seniorenbeiräte funktionieren und man möchte sie nicht mehr missen auch von Seiten der Verwaltung und Kommunalpolitik, denn sie beraten und setzen mit um.


11:23 Uhr
Katha Bluhm: Gemeindeordnung in SH, auch Antwort auf Beitrag von Thomas Deiters. Angemessene Weise beteiligen in der GO SH heißt nicht: Pflichtgremien in den Kommunen, flexibilität ist nicht eingeschränkt, sondern mitgedacht. Claudia Gaschler ergänzt: angemessene Methoden der Kinder- und Jugendbeteiligung sind erforderlich! Erlernen von Erwachsenenverhalten kann nicht Voraussetzung für Jugendbeteiligung in der Kommune sein!


11:21 Uhr
Nadine Julitz, Abgeordente schlägt ein neues Verfahren vor: einer/-m Abgeordneten sollte ein_e Jugendliche_r fragen dürfen. Das wird übernommen.


11:16 Uhr
Jörg Heidorn, Abgeordneter, fragt Christiane David und Thomas Deiters dazu, dass Kinder- und Jugendbeteiligung zu einer Pflichtveranstaltung gemacht werden solle. Thomas Deiters dazu: keine Enttäuschungen provozieren, lieber bestehende Institutionen öffnen und dafür werben, sich dort einzusetzen.


11:13 Uhr
Nils Rusche: Kinder- und Jugendchek, www.jugend-check.de, sinnvoll für alle, auh für Kinder und Jugendliche nicht intendierte Entscheidungen. Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, auch die ungewollt entstehen könnten. Entscheidungen finden eh statt, geht also um Qualifizierung in diesem Bereich.


11:12 Uhr
Katha Bluhm: Wahlalter ab 14 nachdenken, kein Grund nicht auf 16 abzusenken im Land und im Bund. Unsinnig die Bevölkerung zu befragen, wenn es jetzt schon politischer Wille der Mehrheit der Politiker ist.


11:09 Uhr
Sebastian Schiller: Thüringen Jugendministerium ist federführend beim Erarbeiten eines Startegiepapiers zur Jugendbeteiligung. 1. Säule: verbindlich geregelte Strukturen, nachhaltig Beteiligung verankern, 2. Säule: Qualifizierung, Qualität entwickeln, 3. Säule: Beratung und Vernetzung fördern, Fachservicestelle u. v. m.


11:07 Uhr
Tino Höfert: Beides Beteiligungsgesetz und Änderung der Kommunalverfassung! Ganzheitlichen jugendpolitischen Ansatz verfolgen. Nils Rusche ergänzt: Beides kann nur Teile der Beteiligung regeln, deshalb beides!


11:04 Uhr
Claudia Gaschler: Enquete war Forderung bei JiL16 und Jfn17 im Jugendregierungsprogramm. Vielleicht macht es auch diese neu erfundene Anhörungsreihe? Jugendliche müssten nur auch als Expert_innen befragbar sein und nach zwei Jahren sollte es weiter gehen.


11:00 Uhr
Nach der Pause geht es jetzt weiter mit einer Frage der Abgeordneten Jacqueline Bernhardt an Claudia Gaschler: Wird eine Enquetekommission gebraucht? Frage an Tino Höfert: Teilhabegesetz und/oder Gemeindeordnung? Frage zu einer Landesstrategie an Sebastian Schiller. Auch: Ist die Volksbefragung überhaupt das richtige Mittel? Kinder- und Jugendcheck: Wie ausgestalten?


10:34 Uhr

Bernd Rosenheinrich ist Vorsitzender des Landesseniorenbeirats und verweist sofort auf das Seniorenmiwirkungsgesetz. Aber älter werden in MV alle! Zukunft für Senioren gibt es nur, wenn es eine Zukunft für die Jugend gibt, nur dann hat auch das Land eine. Er verweist auf die guten Erfahrungen bei den Generationendialogen. Jugendliche haben oft die gleichen Probleme strukturell und im Detail, wie die Älteren. Jugendliche müssen ihre Zukunft selbst mitgestalten können. Macht abzugeben sei kein Problem, wenn mann sie nicht auch allein ausüben wollte. Gegensätze würden bewusst geschürt: Bildung und höhere Renten seien keine. Entwicklungen wie Digitalisierung (Breitbandentwicklung) seien rechtzeitig anzugehen und betreffen nicht nur die Jungen. Mehr Jugendliche müssen erreicht werden, damit sie die Chance zur Beteiligung haben. Koalitionsvertrag 317/318 sei viel zu wenig.


10:26 Uhr
Tomas Deiters, stellt Herrn Koch vor, FSJ Demokratie, und vertritt den Städte- und Gemeindetag als Stellvertretender Geschäftsführer. Breitbandausbau wird gerade verstärkt, junges Medium (?), ersetzt nicht die persönliche Teilnahme. Mobilität ist mehr: Bus, Taxi, kostenfrei ÖPNV-Tickets erforderlich. Schülerschaft, als Teil der Schulkonferenz, mehr Verantwortung zumuten, Beteiligungsmöglichkeiten ausbauen. Wer jung anfängt wird es später fortsetzen. Nicht nur Sonderinstitutionen schaffen, auch junge Leute in die Gemeindevertretung. Hier braucht es auch Mobilität. Wahlalterabsenkung: klares JA, hat in den Kommunen gut funktioniert. Wahlhelfer lassen sich dann auch jünger rekrutieren.


10:20 Uhr
Christiane David ist Projektleiterin einer Jugendberufsagentur im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, das noch nicht so erfolgreich in Beteilgungsfragen sei. Sie vertritt den Landkreistag MV. Partizipation von Kindern und Jugendlichen darf nicht durch Erwachsene instrumentalisiert werden. Rollen Erwachsener überforderten sie schnell. Jugendliche müssen ernstgenommen werden. Digitaler Zugang gehört dazu: Breitband, Ausstattung technischer Art, Medienbildung (Fake News). Mobilität gehört dazu. Ist oft nicht gegeben.


10:13 Uhr
Sebastian Schiller ist beim Deutschen Kinderhilfswerk in der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung beschäftigt. Beteiligung sei die stärkeren Form, der stärkste Begriff der Mitwirkung, nähmlich Mit- und Selbstbestimmung eingeschlossen. Kinder würden bei Jugendbeteiligung immer mitgedacht. Fachkräftequalifizierung sei Grundlage verbesserter Beteiligungspolitik und besseren Handelns. Der Beteiligungsfond solle eine offen-gestaltete Förderrichtlinie bekommen, damit flexibel Projekte oder Qualifizierungen oder Gremien gefördert werden köönnen. Die reine Wahlalterabsenkung alleine wird wenig Effekte haben. Sie muss begleitet werden von politischer Bildung.


10:09 Uhr
Nils Rusche gratuliert dem Landtag für dieses Format. Nils ist Referent bei Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft. Rostock ist Referenzstadt in MV für die Projekte seiner Arbeitsstelle. Gemeindeordnung ändern kann schon viel bewirken, vor allem natürlich in den Kommunen. Jugendliche machen Erfahrungen, dass ihre Welt, ihre Meinung, ihr Engagement gefragt ist. Das nehmen sie mit wohin sie auch immer gehen und setzen es dort fort. Wer verhindern will das MV immer älter und leerer wird muss Jugendliche ernsthaft beteiligen.


10:03 Uhr
Claudia Gaschler arbeitet bei den Pfadfindern des PBMV und im Demokratiebahnhof Anklam. Sie setzt jetzt den Experteninput fort. Jugendarbeit muss zu einer Pflichtaufgabe werden. Heute seien hier mehr Jugendliche als Erwachsene! Etwas Besonderes. Beteiligungsprojekte sind überall erforderlich und mit Bürgerbeteiligung zu verbinden. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft, aber eben auch jetzt unsere Gegenwart! Fünf Grundsteine: Jugendmitwirkungsgesetz, Fachpersonal ausbilden und anstellen (Mittel aus dem Beteiligungsfond?), Jugendarbeit und Jugendclubs müssen gesichert uns ausgebaut werden, Wahlrecht ab 16 jetzt einführen, Jugendliche müssen direkt als Experten auch im Landtag gehört und einbezogen werden!


09:57 Uhr
Tino Höfert, Koordinator im Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald, setzt jetzt fort. Wo stehen wir in MV: Beteiligung nur in Spurenelementen in MV vorhanden. Jugendlche werden oft nicht an sie btreffenden Entscheidungen im Land nicht beteiligt. Jugendliche stehen nicht im Fokus der Politik, Orte der Demokratie werden nicht als ihre Orte erlebt. Tino fordert ein Jugendmitwirkungsgesetz und eine Absenkung des Wahlalters. Jugendlichen sollte politische Mitsprache zugetraut werden. Es brauche eine jugendpolitische Gesamtstrategie, Land, Kommunen, auf alle Lebenssituationen der Kinder und Jugendlichen abgestimmt. Jugendarbeit ist dazu flächendeckend erforderlich und muss erreichbar sein. Jugendringe brauchen bessere Strukturen, politische Bildung muss in und außerhalb von Schule auf gleichberechtigte Teilhabe vorbereiten.


09:51 Uhr
Katharina Bluhm verweist auf eine umfassende Beteiligung, die Strukturen braucht und Rahmenbedingungen auf allen Ebenen und Zugangsniveaus. Schwer zu erreichen seien vor allem junge Menschen, denen nichts zugetraut wird oder die ungünstige Erfahrungen bei ihrem Engagement in eigener Sache machen mussten. Ein Teilhabe- und Mitwirkungsgestz wird gefordert. Ein Gesetz alleine, mache aber noch keine Beteiligungskultur. Dazu gehöre Bildung auf allen Ebenen und Unterstützung. Das Wahlalter 16 sei ein wichtiger Schritt in die Richtung. Politische Bildung sei auch Teil der Beteiligungskultur. Partizipation von Kindern und Jugendlichen sei eine Haltungsfrage.


09:48 Uhr
Katha von der Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings und vom Jugendmedienverband JMMV startet als erste Expertin. Jeder Experte hat fünf Minuten, allerdings liegen auch bereits schriftliche Stellungsnamen von den meisten Experten vor. Bei uns hier:http://ljrmv.de/ljrmv/aktuelles/aktuelle-projekte/jungsein/20170117_jugendbeteiligung/


09:45 Uhr
Zehn Jugendliche werden die zwei Jahre 2018/2019 dabei sein. Experten sind heute: Katharina Bluhm, Tino Höfert, Claudia Gaschler, Nils Rusche, Sebastian Schiller, Bernd Rosenheinrich, Thomas Deiters und Christiane David.


09:41 Uhr
Torsten Koplin, eröffnet diese historische Ausschusssitzung. Es ist eine öffentliche Anhörung, deshalb kann auch in Bild und Ton berichtet werden. Hallo, an alle die im Livestream dabei sind. Die Anhörungsreihe auf Augenhöhe, alle eingeladenen Jugendlichen und Expert_innen haben bis auf das Abstimmen heute die gleichen Rechte!


09:40 Uhr
Der Vorsitzende bittet um ein wenig Geduld, da eine Sitzung davor gerade erste zu Ende gegangen sei.


09:37 Uhr
Facebookpost mit Livestreamlink


09:16 Uhr
Wir sind bereit.


Vortreffen und Jugendforum

Andreas Beck16.01.2018
Signet der Begleitung der Anhoerungsreihe im Sozialausschuss des Landtags MV

21:36 Uhr
Jung sein in MV. Jung bleiben in MV. Jung aussehen in MV. Ich bin raus... Scherz. Ist ja auch schon spät. Morgen zählt es bei der Jugendanhörung im Sozialausschuss. Die Jugendlichen sind vorbereitet.


21:13 Uhr
Beteiligung und Schule, Schule der Beteiligung... nee, das hat keiner so gesagt, aber so gemeint. Schule muss zur Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen inspirieren und bilden. Da geht doch noch mehr? Wahlalter 16 ...


20:42 Uhr
Es wird spät. Hört man und sieht man auch schon der einen oder dem anderen an. Die Diskussion ist aber gerade sehr engagiert. Welche Fragen sind für die Jugendlichen ungeklärt, auch nach Lektüre der Expert_innen-Statements?


20:31 Uhr
Engagement verändert sich auch. Inwieweit werden die Fördermöglichkeiten darauf vorbereitet und abgestimmt? Dazu gibt es allerdings eine eigene Anhörung. Kurzfristige Projektmittel sind nicht immer die richtige Lösung.


20:23 Uhr
Jugendlichen müssen die Zugänge zu einem selbständigen Leben in ihrem Heimatort/-kreis/-land ermöglicht werden. Dann engagiert man sich auch. Man muss es den Jugendlichen auch etwas zutrauen und ihnen dann zuhören: Wahlalter 16, Jugendforen auf Landesebene. Aber auch vor Ort braucht es Fachkräfte (Sozialarbeit, Moderation, ...) die Jugendinitiativen unterstützen und vernetzen, die genau dort ihre eigenen Probleme selber angehen. Dazu müssen auch Kommunen gut ausgestattet sein.


20:20 Uhr
Was sind die wichtigsten Themen für die jugendlichen Expert_innen in eigener Sache?


20:16 Uhr
Yvonne: Wir kommen jetzt zu den eigentlichen Inhalten des Treffens.
Jo.


19.30 Uhr
Wir sind online und live


19:01 Uhr
Verfahren der ANhörungen und unserer Begleitung durch den Landesjugendring


18:58 Uhr
In der Pause haben wir fotografiert und getextet und gegessen und so. Jetzt erklärt Tobias den Ablauf der Anhörungen und begleitenden Veranstaltungen, spricht aber auch zur Geschichte der Nicht-Enquete #jungseinMV. So sind die Anhörungen jetzt zu diesen, eigentlich jugendunfreundlichen, allerdings abgeordnetenfreundlichen, Zeiten.


18:24 Uhr Pause, also Arbeit mit Pausenanstrich: Was erwarte ich, in einem Satz formuliert. Expert_innenporträts, Vertreter_innen und Stellvertreter_innen.


Panorama von Tobias

Foto von Toias


18:18 Uhr
Teilhabe und Mitbestimmung/Selbstbestimmung oder doch nur Mitwirkung?


18:15 Uhr
Erwartung: Die Enquete #jungseinMV macht immer noch Sinn. Jugendliche müssen auch zu Wort kommen und ständig beteiligt werden.


18:12 Uhr
Werden wir morgen auf Augenhöhe sein oder eher "auf Augenhöhe"? Thorben ist jetzt auch eingetroffen.


17:50 Uhr
Jetzt gibt's eine Methode: Gruppenarbeit zu Erwartungen und Befürchtungen zur Anhörungsreihe und zur ersten Anhörung.


17:45 Uhr
Yvonne stellt den Ablauf des Treffens heute vor und erklärt auch ein wenig die Website.


17:37 Uhr
Kennenlernen: Jeder stellt sich vor und pinnt an eine Karte seinen Wirkungsbereich und u. U. Wohnort. Nils, Juliane, Geni, Katha, Rasmus, Klara, Claudia, Katharina, Hannah, Mona, Yvonne, Christian, Marcel, Tino, Friede, Tobias und Andreas sind da.


17:35 Uhr
Technische Details und eine Begrüßung von Christian und Yvonne. Es sind noch nicht alle da ...


17:34 Uhr
Jetzt aber?


17:30 Uhr
Yvonne und Tino sind auch da, jetzt geht es aber los?


17:26 Uhr
Tino und Yvonne sind noch nicht da, aber wir fangen schon mal an!


17:21 Uhr
AHA-Effekt war so lala. Wir warten immer noch.


20180116.17:18 Uhr
Wir warten gespannt auf die, die noch kommen werden. Ein herzliches HALLO! an alle die schon da sind!

Allen Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern ein frohes Fest und einen guten Jahreswechsel

Andreas Beck19.12.2016
Friedhem Heibrock, GF des LJRMV

Kinderaugen leuchten bei unerwarteten (?) Geschenken, schönen Bräuchen und Festen im Kreise der Familie oder mit Freunden. Da dürfen auch alle Jugendlichen wieder oder immer noch Kind sein und sich freuen, naschen, andere beschenken und sich beschenken lassen. Es sind weniger die großen, teuren Dinge, die ein Weihnachtsfest oder eine Silvesterfeier herzlich werden lassen. Vielmehr ist es die gegenseitige Zuwendung und Zuneigung, was wir so allgemein Liebe nennen.

Und was ist mit den Erwachsenen? Hier gilt im Sinne Erich Kästners: Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, bleibt auch ein Mensch! Wer ungetrübte und grenzenlose Freude wie Kinder und Jugendliche erleben will, muss sich für einen Moment frei machen können von den Zwängen des Alltags und von den Sorgen um die nähere und ferne Zukunft.

Dabei sind die Sorgen allzu oft berechtigt und es gibt im Alltag nicht selten große Zwänge: denken wir nur an die Familien mit zu geringem Einkommen für die gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft, die wir oft hinter Begriffen wie „Kinderarmut“ oder „Hartz vier“ verstecken.

Alle Kinder haben ein Recht auf unbeschwerte Festtage zum Jahresende! Wir wünschen allen Kindern und Jugendlichen frohe Feiertage und eine gute Zeit mit ihren Familien und Freunden. Wir werden auch 2017 wieder mit dafür einstehen, dass Kinder und Jugendliche in MV ernst genommen werden, hier in unserem Land eine Zukunft haben und in Ruhe und Frieden aufwachsen können. Dazu gehört auch das Wahlrecht ab 16, ein Ende der Kinderarmut und eine gesetzlich verankerte Kinder- und Jugendbeteiligung an ihren Lebensorten. Die Jugendverbände im ganzen Land sind dazu wichtige Ansprechpartner und großartige Hilfe zur Selbstorganisation junger Menschen.

Herzliche Grüße sendet euch und Ihnen

Friedhelm Heibrock und das Team
des Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern

Vorwort zur Zukunftskonferenz der internationalen Jugendarbeit in MV

Andreas Beck23.09.2016
GF LJRMV Friedhelm Heibrock

Internationale Jugendarbeit wirkt für Jugendliche vielfältig: informelles, freiwilliges Lernen unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung, fördert Selbstständigkeit und hilft bei der Orientierung in der immer globaleren Welt. Durch internationale Projekte werden Jugendliche ermutigt, Menschen aus anderen Ländern mit kritischer Toleranz und Solidarität zu begegnen.

Internationale Jugendarbeit leistet politisch einen bedeutenden Beitrag zur Verständigung mit anderen Ländern und fremden Kulturen. Sie umfasst den bilateralen und multilateralen Dialog über jugendrelevante Themen mit Ländern in Europa und anderen Regionen in der Welt. Jugendliche erlangen interkulturelle Fähigkeiten, gewinnen an Selbstbewusstsein, sind häufig eher bereit, ehrenamtliches Engagement zu leisten und verbessern ihre Sprachkompetenz.

In Mecklenburg-Vorpommern macht die internationale Jugendarbeit eher einen kleinen Teil der Jugendaktivitäten aus. Mit der Fachkonferenz soll sie deshalb einen neuen Schub bekommen. Internationale Jugendarbeit soll neu justiert und bekannt gemacht werden. Dazu wird der Landesjugendring ausgehend von der Konferenz und ihren Ergebnissen eine zweijährige Kampagne starten mit dem Ziel, Land,
Kommunen und Jugendorganisationen die Bedeutung und Förderung von internationaler Jugendarbeit nahezubringen und zu beleben.

Friedhelm Heibrock
Geschäftsführer des Landesjugendrings
Mecklenburg-Vorpommern

www.europaderjugend.ljrmv.de

Endlich Ferien! Eine schöne Sommerferienzeit für alle Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern!

Andreas Beck22.07.2016
Foto: LJRMV

Heute gibt es Schulzeugnisse in MV: nicht unbedingt für jede Schülerin und jeden Schüler ein „Freudenfest der Bewertungen“. Heute wird sozusagen der Lohn eingefahren für all die Mühe im Schuljahr, zu Lernen was zu lernen war und im Kopf zu behalten und es auf Kommando auch wieder parat zu haben. Das ist bestimmt wichtig. Die eine von euch kann das besser, der andere etwas weniger gut.

Wichtig aber ist: alle von euch wollen und können genau das lernen, was sie später brauchen können in ihrem Leben!

Jetzt nicht sofort alles davon, aber die Grundlagen dazu, die kann jeder lernen. Es werden auch nicht alle den gleichen Lebensweg haben. Das ginge ja gar nicht. Also muss jeder und jede von euch auf der Suche sein, genau das zu finden, was sie und ihn weiterbringt, Spaß dabei macht, auch Mühe, aber sich richtig anfühlt.

Da kommen die Ferien gerade richtig! In dieser Zeit könnt ihr fast ungehindert auf die Suche gehen nach eurem ganz persönlichen Leben! Freizeitspaß, Abenteuer, neue Leute kennenlernen, andere Kulturen erleben, erste Liebe finden, auch mal eine Trennung ertragen: die Ferienzeit gibt euch die Chance, euch selbst neu zu erleben! Und das einfach so! Es lebe die Ferienzeit!

Wir wären nicht der Landesjugendring, wenn wir euch nicht auf die vielen tollen Ferienfreizeiten unserer Verbände hinweisen würden. OK, bei den limitierten Ferienangeboten im Ferienkalender wird es vermutlich zu spät sein. Allerdings passiert auch noch ganz viel in euren Städten und Gemeinden oder unweit davon. Informiert euch in der Tagespresse, im Internet, lest die Angebote in unserem Ferienkalender. Vielleicht findet ihr etwas spannendes Neues für euch. Vielleicht ist sogar etwas darunter, wo ihr dann sagen könnt: das ist ja toll, da will ich dazugehören und mitmachen!

Aber egal ob Ferien gebucht oder noch auf der Suche: Gute Erholung wünschen wir allen Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist eure Zeit – macht was draus!


Euer Friedhelm Heibrock
Geschäftsführer des Landesjugendrings MV

Herzlichen Glückwunsch zum Kindertag

Andreas Beck01.06.2016
Christian ist Referent beim Landesjugendring MV

Allen Kindern wünschen wir heute einen wunderschönen Kindertag!

Dabei denken wir besonders an die Kinder, die gerade kein schönes Leben haben irgendwo auf der Welt, sei es in einem der unsäglichen Kriege oder aus anderen Gründen. Wir wollen dabei an die Kinderrechte, die besonderen Menschenrechte der Kinder erinnern.
https://www.unicef.de/ueber-uns/unicef-und-kinderrechte

Wir stellen aber auch fest, dass es bei uns im Land Kinder gibt, die ihre Rechte nicht so wahrnehmen können, wie sie es dürfen und sollen, weil die Eltern dieser Kinder nicht das notwendige Geld dazu haben. Das ist nicht richtig und muss geändert werden!
20160419_netzwerkgegenkinderarmut_mv.php

Wir vom Landesjugendring wünschen uns, dass alle Kinder in nah und fern die gleichen Rechte haben und sich nach ihren eigenen Möglichkeiten entwickeln können und in einer friedlichen Welt leben! Die Erwachsenen sollen sie ernst nehmen als das, was Kinder sind: Menschen von heute und Erwachsene von morgen und ihre Rechte akzeptieren und schützen!

Christian Thönelt
Referent beim Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern

Jetzt aber Ferien! Das ist eure Zeit!

16.07.2015
Friedhelm Heibrock, Geschäftsführer LJR MV e. V.

Liebe Kinder und Jugendliche,

immer nur Schule – das hält doch keiner durch. Da muss es doch noch was anderes geben! Damit ihr euer Recht auf Erholung auch wahrnehmen könnt, gibt es Ferien, mehr und länger als der Urlaub der Erwachsenen. Ferien sind Zeiten der Erholung und Entdeckung, der Freiheit, Entspannung und Aufregung, Gelegenheiten für alte und neue Freundschaften.

Das ist eure Zeit! Und die beginnt am 18. Juli! Einfach mal rumhängen, Musik und Party machen, kreativ und aktiv sein. Und es gibt gute Partner für euch und eure freie Zeit: die Jugendverbände und die Schweriner Jugendvereine. Sie sorgen Jahr für Jahr für spannende und abwechslungsreiche Angebote für euch in unserem Land oder auch im Ausland.

Ferienangebote sollen von allen Kindern und Jugendlichen genutzt werden können. Jeder junge Mensch soll in Urlaub fahren können. Das ist das Ziel unserer Arbeit als Jugendverbände im Landesjugendring.

Ihr könnt dabei sein, wenn die Jugendgruppen etwa auf große Fahrt auf die Ostsee gehen, am Wasser zelten, in einer organisierten Freizeit am Strand liegen, Sport treiben, frei von alltäglichen Verpflichtungen sein, Europa erkunden, Sprachen lernen oder Heimat mal gang anders sehen.

Möglich wird dieses auch in diesem Jahr wieder durch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in vielen Vereinen und Verbänden tüchtig daran mitgearbeitet haben, Ferienfreizeiten möglich zu machen.

Im Ferienkalender des Landesjugendrings findet ihr dazu 142 Ferienfreizeiten – vielleicht ist ja auch für Kurzentschlossene noch der ein oder andere Platz frei. Zu finden ist der Ferienkalender im Internet unter www.ferien.ljrmv.de Oder ihr ruft beim Stadtjugendring oder Jugendamt an, was es denn selbst noch für Angebote in den Ferien gibt.

Ich wünsche euch eine schöne Ferienzeit!

Euer Friedhelm Heibrock
Geschäftsführer Landesjugendring M-V e.V.

Jugendarbeit und Flüchtlinge, da geht was!

06.03.2015
Friedhelm Heibrock

Das Leben im 21. Jahrhundert ist weltweit starken Spannungen und Verwerfungen ausgesetzt. Als Vertreterinnen und Vertreter der Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern sehen wir die Not, das Leid und die verzweifelten Versuche auch vieler junger Menschen, eine Perspektive zu erlangen für ein Leben in Frieden und eine menschenwürdige Zukunft.

Die Schicksale der vielen Schutzsuchenden, besonders der Kinder und Jugendlichen die zu uns kommen, bewegen uns in der Jugendarbeit. Wir wollen einen Beitrag leisten, junge Flüchtlinge bei uns willkommen zu heißen und sie mit den Stärken und Kompetenzen der Jugendarbeit bestmöglich unterstützen. Jugendarbeit kann jungen Flüchtlingen helfen – schnell und professionell, mit außerschulischen Bildungsangeboten, z. B. bei der Überwindung der Sprachbarrieren in Freizeitmaßnahmen.

Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ist bunt und engagiert sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Wir akzeptieren es nicht, dass Menschen diffamiert werden die schon lange in Deutschland und Europa leben, die unsere Gesellschaft mitgestalten und auch in der Jugendarbeit mitwirken. Als Teil der Zivilgesellschaft sind zurzeit viele Jugendverbände aktiv, um Flüchtlingen zu helfen. Jugendverbände beteiligen sich zum Beispiel an lokalen Bündnissen gegen Fremdenfeindlichkeit, die von Pegida und deren Mitläufern propagiert wird. Sie engagieren sich öffentlich für eine solidarische, tolerante und friedliche Gesellschaft und zeigen, welche Werte die Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern vereint und wofür sie sich stark macht.

Unter dem Motto „Flüchtlinge werden Freunde“ setzt der Landesjugendring in diesem Jahr einen jugendpolitischen Schwerpunkt. Er unterstützt die Jugendverbände und Jugendringe dabei, ihre Angebote für junge Flüchtlinge zu öffnen. Ziel ist es, junge Flüchtlinge stark zu machen für eine gesellschaftliche Teilhabe bei uns und sie aktiv mit einzubeziehen. So werden wir Methodenmaterial für Jugendverbände bereitstellen, damit diese den neu angekommenen Kindern und Jugendlichen schnell und sicher helfen können, Zugang zur Jugendarbeit zu finden, Hemmschwellen der Begegnung abzubauen und die bestehenden Angebote der Jugendarbeit zu nutzen.

Unser Motto: Eine gute Willkommenskultur in Mecklenburg-Vorpommern muss sich auch an Flüchtlinge richten!

Friedhelm Heibrock
Geschäftsführer


Dieser Kommentar ist zuerst erschienen im Blitz am Sonntag am 22. Februar 2015.