Empfehlungen des Landesjugendhilfeausschuss M-V vom 3. April 2014 zur Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes vom 1. Januar 2012

14.10.2014

Im Dezember 2006 hatte der Landesjugendhilfeausschuss Mecklenburg-Vorpommern erste Empfehlungen zur Umsetzung der §§ 8a und 72a SGB VIII beschlossen, die in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe Anwendung gefunden haben.

Im Dezember 2006 hatte der Landesjugendhilfeausschuss Mecklenburg-Vorpommern erste Empfehlungen zur Umsetzung der §§ 8a und 72a SGB VIII beschlossen, die in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe Anwendung gefunden haben.

Mit dem Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz) mit Wirkung ab 01.01.2012, wurden u.a. die Regelungen der §§ 8a und 72a SGB VIII geändert, so dass auch eine Neufassung der Empfehlungen notwendig geworden ist, die dem neuen Gesetzesstand entsprechen.

Das Ziel des Bundeskinderschutzgesetzes ist es, neben dem intervenierenden Kinder- und Jugendschutz, insbesondere auch den präventiven Kinder- und Jugendschutz zu optimieren.

Mit der Neuformulierung des § 8a Abs. 4 SGB VIII wird der spezifische Schutzauftrag der Einrichtungen und Dienste eigenständig geregelt.

Die Änderungen des § 72a SGB VIII sollen dem besonderen Schutzbedürfnis von Kinder und Jugendlichen gerade mit Blick auf Sexualstraftaten Rechnung tragen, die durch die Art, Dauer und Intensität des Kontakts zu Personen außerhalb der Familie ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen. Die Vorschrift nimmt Bezug auf das zwischenzeitlich eingeführte erweiterte Führungszeugnis. Im Mittelpunkt der Änderung steht die Einbeziehung neben- und ehrenamtlich tätiger Personen in den Personenkreis, der zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verpflichtet werden können.

Die neuen Empfehlungen des Landesjugendhilfeausschusses Mecklenburg-Vorpommern wurden am 3. April 2014 beschlossen.

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