„Wir leben alle miteinander, wir sollten auch miteinander entscheiden!“

18.05.2018

Hauptausschuss des Landesjugendrings MV bestätigt Stellungnahme der Jugendlichen als Ergebnis der Jugendanhörung im Sozialausschuss des Landtags am 17.01.2018 zum Thema: Teilhabe und Mitwirkung von Jugendlichen

Was bedeutet dieser Beschluss?
Die im Landesjugendring MV zusammenarbeitenden Landesjugendverbände unterstützen die Forderungen der Jugendlichen und Experten nach mehr Mitbestimmung und Teilhabe, also das Gefragtwerden und das Mitbestimmen von Kindern und Jugendlichen bei allen politischen Entscheidungen, die die Interessen junger Menschen direkt betreffen! Das kommt entschieden zu kurz in unserer Gesellschaft, auch in unserem Land!

Worum geht es den Jugendlichen dabei?
Es geht den Jugendlichen und den Landesjugendverbänden um landespolitische Themen, wie Bildungspolitik, Schulgesetz, Freistellungsregelungen für selbstbestimmte, ehrenamtliche Tätigkeiten, eine jugendgerechtere Kommunalverfassung, die Wahlalterabsenkung bei Landtagswahlen und eine bessere strukturelle Förderung selbstbestimmter Jugendaktivitäten (Jugendklubs, Offene Jugendarbeit, Jugendverbände und -vereine). Auch bessere Rahmenbedingungen für Ausbildung in MV, die Medienbildung in und außerhalb von Schulen, die Qualifizierung von Sozialarbeitern/-pädagogen und Verwaltungsangestellten in den Ministerien und Kommunen, sind den Jugendlichen wichtig. Hier wird oft über Kinder und Jugendliche entschieden, aber viel zu selten mit ihnen!

Was ist denn der Vorteil für alle, wenn Kinder und Jugendliche mitentscheiden?
Dass die Radwege da sind, wo sie gebraucht werden, auch über Land und auch angeschlossen sind; dass die Spielplätze die Geräte enthalten, die genutzt werden und nicht irgendwelche die im Angebot waren; dass der Bus dann fährt wenn er von Jung und Alt gebraucht wird, und nicht weil es am billigsten ist einmal am Tag; dass Jugendzentren da sind, die auch WLAN haben und moderne Technik und eine Jugendarbeiterin, die damit umgehen kann; dass Kinder und Jugendliche sich vertrauensvoll und unkompliziert an die Verwaltungen wenden können, da diese ihre Sprache sprechen und sie ernst nehmen und ihr Engagement würdigen!

Die Entscheidungen eines Landes, einer Kommune, einer Schule, ja selbst einer Familie sind besser, wenn Kinder und Jugendliche mitbestimmen! Wir leben alle miteinander, wir sollten auch miteinander entscheiden – heute und auch morgen! Da braucht es jede und jeden, die/der etwas beitragen kann.

Warum ist diese Nachricht relevant und für wen?

Das sollte nicht nur Landespolitikerinnen und Landespolitiker interessieren. Bei den Anhörungen im Sozialausschuss geht es darum, möglichst bald gleichberechtigt mit anderen Generationen gehört zu werden und mitzuentscheiden. Dort wird es zum ersten Mal ausprobiert, Jugendliche in eigener Expertise und Experten für die Belange von Kindern und Jugendlichen gleichberechtigt mit Abgeordneten des Landtags anzuhören. Darauf können wir ein wenig stolz sein, denn es ist auch ein Ergebnis unserer langjährigen Arbeit in Kooperation mit dem Landtag, zum Beispiel in den Formaten „Jugend im Landtag“ und „Jugend fragt nach“. Diesen Weg müssen wir gemeinsam weiter gehen. Denn zur wirklichen Mitbestimmung fehlt noch einiges!

Wie geht es jetzt weiter?
Die nächste Jugendanhörung zum Thema: Übergangsmanagement Schule, Bildung und Beruf ist am 23.05.2018, 09:00 Uhr, im Plenarsaal des Landtags. Hier wird es einen Livestream geben; der Landesjugendring wird berichten und man kann sich auch als Gast für die Tribüne anmelden.
www.jungsein.ljrmv.de

Kontakt:


Pressemitteilung des Landesjugendrings MV vom 18.05.2018