168. Hauptausschuss des Landesjugendrings MV

15.03.2022

168. Hauptausschuss

Am 14. März fand der 168. Hauptausschuss des Landesjugendrings MV statt. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage erneut digital. Die Teilnehmer*innen haben sich zunächst darüber ausgetauscht, wie sie die aktuellen Belastungen durch Corona und den Krieg in der Ukraine in ihren Verbänden erleben.

 Der Krieg in der Ukraine führt zu einer geschlossenen Solidarität der Verbände mit den Menschen aus der Ukraine. Alle Mitglieder berichteten, dass sie sich auf unterschiedliche Art und Weise an Hilfsaktionen beteiligen. Da die aktuelle Situation viele Kinder und Jugendliche in M-V schwer belastet, plant das Landesjugendwerk der AWO eine Handreichung zu entwickeln, wie man mit Kindern und Jugendlichen über den Krieg sprechen kann. Einig waren sich alle, dass außerhalb von Schule Raum für einen Austausch von Kindern und Jugendlichen zum Ukraine-Krieg geschaffen werden muss.

Aufgrund der hohen Corona-Zahlen gibt es bei den Verbänden nach wie vor Verunsicherungen bei der Planung von Veranstaltungen, vor allem von landesweiten Großveranstaltungen. Die Jugendverbände hoffen, dass es nach dem 20. März eine größere Planungssicherheit für landesweite Angebote in der Jugend(verbands)arbeit gibt. Aktuell dürfen diese laut §4.2 der Corona-Jugend und Familie-Verordnung nicht wie geplant stattfinden, wenn die Ampel auf Rot steht und Teilnehmende aus verschiedenen Landkreisen anreisen. Hier wünschen sich die Verbände eine Anpassung an andere landesweite Veranstaltungen, z.B. im kulturellen Bereich, die von Menschen aus allen Landesteilen besucht werden können.

Zur aktuellen Belastungssituation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Zeit hielt Prof. Dr. Birgit Leyendecker, seit 2010 Leiterin des Fakultät interdisziplinäre Zentrum für Familienforschung an der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum, einen Vortrag. Dabei stellte sie unter anderem heraus, dass es wichtig sei, dass Fachkräfte sich Zeit fürs Zuhören nehmen. Das Nacharbeiten von Lernplänen sei weniger wichtig. Jetzt brauche es vor allem mehr Zeit für Freiräume und Feste, denn Kinder und Jugendliche müssen wieder Rituale erleben.      

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