Statement zur Regierungserklärung vom 09.06.2021

10.06.2021

LJR MV-Vorstandssprecherin Marieke Bohne hat die Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am 09.06.2021 kommentiert.

Liebe Ministerpräsidentin Frau Schwesig,

wir haben Ihnen bei Ihrer heutigen Regierungserklärung genau zugehört und möchten ein Thema ergänzen, das Sie leider völlig außer Acht gelassen haben:

die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg- Vorpommern!

Denn eines ist klar: Kinder und Jugendliche sind mehr als Schülerinnen und Schüler. Sie haben betont, wie wichtig es in den vergangenen 15 Monaten Corona-Pandemie war, dass Kinder in die Kita und Jugendliche zur Schule gehen können. Zweifellos ist das wichtig. Doch im Leben von jungen Menschen gibt es noch mehr als das: nämlich die Jugendgruppe und der Jugendverband, in dem sie nach Schulschluss aktiv sind.

In den vergangenen Monaten mussten die Kinder und Jugendlichen auf all das verzichten. Sie haben ihre Freund*innen vermisst, ihren Verein, ihr Ehrenamt, die Freiräume und Freizeiten. Erst in den letzten Wochen gab es Lockerungen in diesen Bereichen.

Es sind diese Orte, an denen Kinder und Jugendliche lernen, was es heißt, füreinander da zu sein, Verantwortung zu übernehmen und wo sie Demokratie praktisch erleben können. Junge Menschen wollen wachsen und sich entwickeln, sie wollen mitentscheiden und gestalten - das geschieht manchmal in der Schule, aber nicht genug. Außerhalb der Schule dafür umso mehr.

Sie haben in Ihrer Regierungserklärung erwähnt, wie viele gute Gespräche Sie in der letzten Zeit mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit verschiedensten Interessenvertreter*innen geführt haben. Es ist schön zu hören, dass Sie ein offenes Ohr für die Menschen in M-V haben.

Kindern und Jugendlichen wird leider nicht zugehört.

Wir als Landesjugendring geben ihnen darum eine Stimme. Liebe Frau Schwesig, wir haben Ihnen zugehört. Hören Sie nun auch uns zu. Der Vorstand des Landesjugendrings freut sich auf ein gutes Gespräch mit Ihnen.