Landesjugendring unterstützt CSD Demo am 29.06.

15.06.2019

Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern schließt sich dem Aufruf zur Teilnahme am CSD Schwerin 2019, Samstag, 29.06.2019 – 14 bis 16 Uhr an und veröffentlicht ihn hier im Wortlaut.

Der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern schließt sich dem Aufruf der Organisator*innen zur Teilnahme am CSD Schwerin 2019, Samstag, 29.06.2019, 14 bis 16 Uhr, an und veröffentlicht ihn hier im Wortlaut.

"Der Christopher Street Day (CSD) Schwerin steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kein Zurück“und  setzt damit ein klares Zeichen gegen das aktuelle gesellschaftliche Rollback und den zunehmenden Rechtsextremismus.

Wir blicken nicht nur auf 13 Jahre CSD in Schwerin, sondern in diesem Jahr ebenso auch auf 50 Jahre Stonewall Aufstände zurück. Am 27. Juni wehrten sich erstmals Lesben, Schwule und Transsexuelle gegen die damalige Diskriminierung, Gewalt und Schikanen durch die Polizei. Was als kleiner Wiederstand gegen eine Razzia in der Szenebar 'Stonewall Inn' in der Christopher Street in New York begann, entwickelte sich in den nächsten Tagen zu einem großen Aufstand. Aufgestauter Zorn und Empörung gegen die Art, wie Homosexuelle seit Jahrzehnten von der Polizei behandelt worden waren, entluden sich in dieser Nacht. Aus diesem Aufstand heraus entstand eine weltweit starke queere (Gleichstellungs-)Bewegung und in Erinnerung an diesen Aufstand entstanden in den nächsten Jahren die ersten CSDs. Es ist dem Mut dieser Menschen zu verdanken, dass Lesben, Schwulen, Bi-, Trans*- und Intersexuelle heute so offen und frei leben können, auch wenn eine vollständige Gleichstellung noch immer nicht erreicht ist.

Homosexuelle werden noch immer in der Gesellschaft diskriminiert. Viele scheuen das Outing aus Angst vor Ausgrenzung, Ablehnung und Diskriminierung. 'Schwul' wird noch immer als Schimpfwort oder für etwas Schlechtes und unangenehmes benutzt. Lesbische Frauen leiden unter sexistischen Äußerungen, wenn ihre sexuelle Orientierung bekannt wird. Trans*- und intersexuelle Menschen leiden noch besonders stark unter der Diskriminierung und den veralteten Gesetzen in Deutschland.

Der aktuelle politische Rechtsruck und das gesellschaftliche Rollback zeigen, dass die erreichten Ziele gegen Rechtsextremisten und konservative Bewegungen verteidigt werden müssen und wir weiterhin für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans*- und Intersexuellen auf die Straßen gehen müssen. Wir wollen „Kein Zurück“ und setzen uns weiterhin für eine bunte und vielfältige Gesellschaft ein.

Der CSD Schwerin setzt sich nicht nur für die Rechte von lesbischen, schwulen, bi- trans*- und intersexuellen Menschen ein, sondern steht für Vielfalt in der Gesellschaft. Kein Mensch sollte auf Grund seines Geschlechtes, sexuellen Identität, sexuellen Orientierung, Hautfarbe, Religion, Herkunft oder auf Grund einer Behinderung diskriminiert und ausgegrenzt werden.

Wir rufen alle demokratischen Parteien, Vereine, Initiativen, Verbände und Bürger*innen auf, sich unserer Demonstration am 29. Juni anzuschließen und mit uns gemeinsam für Vielfalt in der Gesellschaft auf die Straße zu gehen. Gemeinsam demonstrieren wir gegen Homophobie, Transphobie, Sexismus, Gewalt, Hass, Ausgrenzung und Rechtspopulismus."


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