Integrationsministerkonferenz beschließt Vorstoß für Vereinsfahrten

12.04.2019

Mit einem Beschluss auf Antrag aus MV fordert die Integrationsministerkonferenz den Bund auf, sich auf EU-Ebene für eine Erweiterung der Reiseerleichterungen für Kinder und Jugendliche aus Drittstaaten mit Wohnsitz in einem EU-Mitgliedstaat einzusetzen.

Die Integrationsministerinnen und -minister auf ihrer Jahrestagung in Berlin.
Die Integrationsministerinnen und -minister auf ihrer Jahrestagung in Berlin.

Die fehlende allgemeine Reisefreiheit für geduldete und gestattete Personen aus Drittstaaten schränkt bisher die partizipativen Möglichkeiten für betroffene Kinder und Jugendliche, aber auch für ganze Kinder- und Jugendgruppen in der Vereinsarbeit ein. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Teilnahme an internationalen Wettbewerben oder Sportveranstaltungen im Ausland beabsichtigt ist.

Nach derzeitiger Rechtslage besteht im Rahmen von Schulfahrten eine Ausnahmeregelung, die geduldeten und gestatteten Kindern im Klassenverband über eine Schülersammelliste die visumfreie Durchreise und den visumfreien Kurzaufenthalt ermöglicht.

„Was für Schulen gilt, sollte auch für die Kinder- und Jugendarbeit gelten“, sagte Sozialministerin MV, Stefanie Drese. „Ebenso sollen Vereine für ihr zivilgesellschaftliches Engagement und die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit unklarem Status keine Nachteile befürchten müssen.“



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