Landesjugendring übergibt Dynamisierungsforderungen an den Sozialausschuss des Landtags

09.11.2017

Schluss mit der Sparschweinerei an den Jugendverbänden! Landesjugendring MV fordert „Gute Arbeitsplätze“ auch für Hauptamtliche in den Jugendverbänden

Mitschnitt des Beitrages "Demo Jugendverbände vor Sozialausschuss", der am 01.11.2017 im Programm von NDR 1 Radio MV gesendet wurde. Vielen Dank dem NDR!

Ihrer Forderungen, die Dynamisierung der Mittel der Landesjugendverbände im Landesjugendplan in den neuen Doppelhaushalt aufzunehmen, gaben heute Morgen Landesjugendverbände und ihre Arbeits- und Interessengemeinschaft, der Landesjugendring, vor dem Landtag Ausdruck. Fabian Scheller, DGB-Jugend, übergab dem Sozialausschussvorsitzenden, Torsten Koplin, stellvertretend für den gesamten Ausschuss die Forderungen schriftlich. Plakate mit der Aufschrift „Schluss mit der Sparschweinerei an den Jugendverbänden“ und ein großes, gebasteltes Schwein ergänzten das Bild mit Nachdruck.

In der Vereinbarung über die Bildung einer Koalitionsregierung für die 7. Wahlperiode des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern (genannt Koalitionsvereinbarung) schreibt sich die Landesregierung ins Aufgabenheft: „Das ehrenamtliche Engagement junger Menschen wollen die Koalitionspartner weiter stärken.“

Klar ist dabei: Ehrenamt braucht Hauptamt! Gemeint mit „Hauptamt“ ist damit fachlich-versierte, sozialpädagogische Unterstützung bei der Selbstorganisation junger Menschen in den Jugendverbänden und in der Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern.

„Es gibt keinen Grund und ist nicht verständlich, warum die Kriterien, aus Absatz 22 der Koalitionsvereinbarung für sogenannte ‚Gute Arbeit‘ nicht auch für hauptamtlich Angestellte in der Jugendarbeit und in den Jugendverbänden gelten sollen“, sagte Fabian Scheller, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern, heute in Schwerin.
„Dort spricht man von der Schaffung unbefristeter, sozialversicherungspflichtiger und tarifgebundener Arbeitsplätze. Völlig zu Recht und genau diese fordern wir auch für die Jugendverbände ein!“, sagte Scheller weiter.

Fachkräfte, engagierte Mitarbeiter, Leute die ihre Perspektive hier im Land in der Arbeit mit jungen Menschen sehen, die sich selbst ermächtigen, eigene Ziele anzugehen und eigene Probleme zu bewältigen, kann man auf Dauer nicht mit Einsparungen an ihren Bezügen und immer schlechterer Ausstattung der Projekte der Jugendverbände im Land halten oder ins Land holen. Wir fordern die Dynamisierung der Mittel der Landesjugendverbände im Landesjugendplan! Gutes Geld für gute Arbeit – auch in der Jugendarbeit!


Weitere Informationen:


Pressemitteilung des Landesjugendrings MV vom 01.11.2017