Landesjugendring fordert sofortigen Stopp der Abschiebungen von Kindern und Jugendlichen

20.04.2015

Vorstand vervollständigt • Weitere Beschlüsse zu Beteiligung und TTIP, CETA und Co. gefasst

Auf der 27. Vollversammlung des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern am 18. April haben sich die Delegierten der Mitglieds- und Anschlussverbände und des Landesrates der Stadt- und Kreisjugendringe MV mit übergroßer Mehrheit für einen sofortigen Abschiebestopp von Kindern und Jugendlichen ausgesprochen. In ihrem Beschluss fordern sie weiterhin, dass junge Flüchtlinge eine Berufsausbildung absolvieren dürfen und in dieser Zeit ein Bleiberecht erhalten sowie den gleichberechtigten Zugang zu allen schulischen und außerschulischen Bildungsaktivitäten für junge Flüchtlinge.

Unter dem Motto „Flüchtlinge werden Freunde“ setzt der Landesjugendring in diesem Jahr einen jugendpolitischen Schwerpunkt. Um den Zugang von jungen Flüchtlingen zu den Angeboten der Jugendverbandsarbeit zu erleichtern und die Mitglieder des Landesjugendrings auf diese neuen Herausforderungen vorzubereiten, bedarf es Unterstützung: inbesondere auch dabei, ihre verbandliche Praxis zu reflektieren, ausgrenzende Mechanismen aufzudecken und zu bearbeiten. Die Jugendverbände wollen Ideen und Handlungsansätze erarbeiten, um den Zugang zu Informationen und Veranstaltungen für junge Flüchtlinge herzustellen und oder zu erleichtern.

Beteiligung junger Menschen verbindlicher zu gestalten, vor allem auf der kommunalen Ebene, ist das Anliegen des neuen Beschlusses „Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gesetzlich verankern“. Hier fordert der LJRMV vom Land, einen Beteiligungsparagraphen in die Kommunalverfassung in MV aufzunehmen und sich für die Umsetzung in Mecklenburg‐Vorpommern einzusetzen.

Im Beschluss „Wir brauchen kein TTIP, CETA & Co! Konzerne profitieren, die Menschen verlieren!“ fordern die Jugendverbände politisch Verantwortliche in MV und der Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels‐ und Investitionspartnerschaft (TTIP) gestoppt oder nicht ratifiziert werden, sowie das umfassende Wirtschafts‐ und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada nicht zu ratifizieren.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Regina Dorfmann (Landesrat der Stadt- und Kreisjugendringe) , Conrad Witt (Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend, AEJ) und Katherina Kammlodt (Sportjugend). Wiedergewählt wurde Ann-Kathrin Berndmeyer (Katholische Jugend Mecklenburg, KJM). Den Vorstand des Landesjugendrings komplettieren Tobias Packhäuser und Manuel Gellenthin (Ver.di Jugend Nord) sowie der Vorstandssprecher (Fabian Scheller DGB Jugend Nord).



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