Designelement des LJR

Expert_innen der ersten Jugendanhörung

im Sozialausschuss des Landtags MV am 17.01.2018 in Schwerin

Tribüne der Expert_innen links und rechts des Pultes des Vorsitzenden
Tribüne der Expert_innen links und rechts des Pultes des Vorsitzenden
Katharina Bluhm, Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings MV und  Jugendmedienverband MV
Katharina Bluhm, Beteiligungswerkstatt des Landesjugendrings MV und Jugendmedienverband MV

"Neben strukturell verankerten Beteiligungsmöglichkeiten wie Kinder- und Jugendparlamente oder beiräte, braucht es niedrigschwellige und punktuelle sowie projektbezogene Beteiligungsangebote. Wichtig sind dabei auch die kontinuierliche Begleitung der Gruppen sowie der Einbezug aller (erwachsenen) Entscheidungsträger*innen und Betroffenen. Kontinuierliche Partizipationsmöglichkeiten in Stadtteilen und Kommunen sind ebenso wichtig wie der Ausbau digitaler Angebote."

Tino Höfert, Jugendpolitischer Koordinator der Jugendringe im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Tino Höfert, Jugendpolitischer Koordinator der Jugendringe im Landkreis Vorpommern-Greifswald

"Gelingende Jugendbeteiligung verbindet verschiedene Formen, um Beteiligung als Prozess zu gestalten und nicht als fertiges Produkt zu präsentieren. Junge Menschen sollten dabei die Chance bekommen, von Beginn an daran teilzuhaben und selbst Verantwortung zu übernehmen. Entscheidend hierfür ist eine kontinuierliche, pädagogisch-fachliche Begleitung, die mit Personal und finanziellen Ressourcen untersetzt sein muss."

Claudia Gaschler, Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Claudia Gaschler, Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.

"Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche müssen sich an deren Lebenswelt und Interessen orientieren. Wenn sich Erwachsene beispielsweise ein aktives Jugendparlament wünschen, handelt es sich um einen frommen Wunsch. Es muss jedoch erst herausgefunden werden, ob die Jugendlichen in der Stadt, im Stadtteil oder im Dorf ein Jugendparlament als das für sie geeignete Mitbestimmungsinstrument ansehen. Beteiligung muss gelebt und gelernt werden: sowohl in Kindertageseinrichtungen, Schulen als auch in der außerschulischen Jugendarbeit muss eine flächendeckende Beteiligungskultur geschaffen werden."

Nils Rusche, Koordinierungsstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft"
Nils Rusche, Koordinierungsstelle "Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft"

"Der Erfolg von Beteiligung hängt weniger von der gewählten Form ab als von der zugrundeliegenden politischen Haltung in Politik und Verwaltung. Diese stehen in der Verantwortung, den Rahmen für Beteiligung so konkret wie möglich zu fassen und mit großer Offenheit den Anregungen der Jugendlichen gegenüber zu treten."

Sebastian Schiller, Deutsches Kinderhilfswerk, Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung
Sebastian Schiller, Deutsches Kinderhilfswerk, Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung

"... es gibt nicht die „richtigen“ Instrumente, mit denen Kinder- und Jugendbeteiligung auf einmal wie von selbst funktioniert. Wenn es ein Erfolgsrezept gibt, ist dies die Qualifizierung der Fachkräfte in Kombination mit der Bereitstellung ausreichender Ressourcen für die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen."

Bernd Rosenheinrich, Vorsitzender des Landesseniorenbeirats MV
Bernd Rosenheinrich, Vorsitzender des Landesseniorenbeirats MV

"Jugend im Landtag“ und „Jugend fragt nach“ sind auf Landesebene sehr gute Beispiele. Ähnliche Modelle sollten auch in den Landkreisen und Kommunen zur Tradition werden. ... Wichtig dabei ist, ihnen einen Betätigungsrahmen zu bieten, der gewährleistet, dass ihre Mitarbeit in einem überschaubaren Zeitraum zu möglichst greifbaren Ergebnissen führt."

Thomas Deiters, Stellvertretender Vorsitzender des Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Thomas Deiters, Stellvertretender Vorsitzender des Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern e.V.

"Es ist uns allen klar, wie wichtig es gerade auch für unser Bundesland ist, junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu halten oder auch zu einem Zuzug zu motivieren. Wir haben u. a. viele Studierende aus anderen Bundesländern in unserem Land; auch diese Potenziale sollten wir nutzen. Zukunftsfähigkeit basiert auch auf einer jungen Generation, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen."

Christiane David, JugendServiceMSE, Landkreistag
Christiane David, JugendServiceMSE, Landkreistag

"Die Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten müssen sich an der aktuellen Lebenswelt der jungen Menschen orientieren. Dies erfordert eine vielfältige Beteiligungslandschaft. Aus unserer Erfahrung sind formfreie und inhalts- bzw. projektbezogene Beteiligungsmodelle erfolgreicher als mittel-/langfristige verbindliche Modelle"